Juni

image.jpegBevor auch der Juni schon wieder vorbei ist, sende ich euch liebe Grüße mit den Worten von:

Erich K ä s t n e r:
Der Juni

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub, so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
Und weil’s zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist’s bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob’s Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.

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Ziehen wir’s durch ! Gleitsicht, die II.

Ich war heute beim Optiker meines Vertrauens und hoffte auf Hilfe wegen dem eventuell vorhandenen Material- oder Bearbeitungsfehler meiner Gläser. Er hat mich aber, wenn auch freundlich, auf’n Pott gesetzt. Der Fehler liegt bei mir. Genauer gesagt, bei mir und meiner Ungeduld. Wenn ein Kunde schon jahrelang Brillen trägt und, sagen wir mal +6 Dioptrien braucht, dann tut er sich bei der Gewöhnung an die erste Gleitsichtbrille leichter als jemand wie ich, der/die absolutes Neuland betritt.

Bei den alten Hase dauert es vielleicht paar Stunden oder nur wenige Tage. Bei jemand wie mir dagegen kann es Wochen oder gar einen Monat dauern.  *heul*  Und ich kann das Ziel nie erreichen, wenn ich so weiter mache wie bisher. Nämlich Brille aufsetzen, genervt sein vom schwankenden Gefühl und der verzerrten „Lesefläche“, sei es Bildschirm, Buch oder einfaches A4 Blatt. – und Brille gleich wieder resigniert absetzen.

So wird das nie was?? sagt der nette Herr Optiker. **grumpf* Ich muss die Brille nach seiner  Erfahrung immer-immer-immer tragen, außer in der Nacht und unter der Dusche.

Mit dieser Auskunft bewaffnet ging ich todesmutig aus dem Optikergeschäft und hatte gleich schon Sorge, dass ich die Treppe runter falle und auf dem Gehweg zu liegen komme. Ist aber nicht passiert. Glücklich darüber, wollte ich am liebsten den nächst besten gut aussehenden Mann bitten, mir über die Straße zu helfen. Denn mein Auto stand „meilenweit“ entfernt drüben auf der anderen Straßenseite. In Ermangelung einer gut aussehenden Gehhilfe, marschierte ich über die verkehrsfreie Straße ohne beim Ab und Auf an den Bordsteinkanten zu Fall zu kommen. **tschakka* Es geht doch! Nur Mut!

Ich bin dann nach Hause gefahren….. ohne Brille. Ich fand, ich bin zu jung zum Sterben.

Übrigens habe ich neulich auf FB einen sehr guten Spruch gelesen:
„Jetzt ist es ja auch zu spät, um jung zu sterben.
Ziehen wir’s durch!“

In diesem Sinne…..gehabt euch wohl.
Ich bin jetzt  brav, habe meine Brille immer auf der Nase.
Außer beim Auto fahren. 

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Gleitsicht geht nicht

….sagen immer alle, wenn sie zum ersten Mal eine Gleitsichtbrille haben. Oder eine neue.

Und ich hab nichts anderes erwartet, als das. Aber wenn man dann wie betrunken durch die Gegend stolpert und am liebsten immer nur an der Wand lang schleichen würde…. hey, das macht keinen Spaß. Und so schön sie auch ist, das Drecksding kostet auch noch ne Menge.

Und was soll ich jetzt machen? Gerade liegt sie in ihrem schicken Kästchen in meiner Handtasche. Und auf meiner Nase sitzt meine alte Lesebrille. Die, die nicht so schön, aber dafür funktional ist. Mit ihr komme ich mir nicht vor wie auf einem Schiff. Mit ihr sehe ich ein DINA4 Blatt als Rechteck. Und das Blatt bleibt auch dann ein Rechteck, wenn ich den Kopf nach rechts und links bewege. Mit der Gleitsichtbrille hingegen wird aus dem Rechteck bei der kleinsten Bewegung ein Parallelogramm.

Das stinkt mir!! Kann jemand von euch berichten, ob auch das normal ist und ob das mit der Zeit besser wird, wenn…. ja wenn man die Brille brav und regelmässig trägt?? Gibt es eine Chance, dass die neue Brille und ich noch Freunde werden?

Weiterhin muss ich beklagen, dass ich nur dann einen klaren Durchblick habe, wenn mein Blick mittig auf eine Zeile eines beschriebenen A4 Blattes fällt. Halte ich den Kopf still und lasse dann meine Augen an den Zeilenanfang oder das Zeilenende schweifen, dann wird’s nebelig; sprich ich sehe nicht mehr klar. HALLO?? Kann das sein??

Dann werde ich ja zum Neinsager. Denn dann müsste ich künftig beim Lesen meinen Kopf Zeile für Zeile von links nach rechts bewegen um immer scharf zu sehen.

HILFE !!!! Was habe ich nur getan??
Ich hatte mir von der Gleitsichtbrille Besserung versprochen. Denn ich war es leid gewesen, immer wieder Lesebrille auf – Lesebrille ab – Lesebrille auf – Lesebrille ab. Und wo ist die Lesebrille jetzt schon wieder?? Dann saß sie meistens oben auf meinen Haaren, wo ich sie immer wieder geparkt hatte, wenn ich sie nicht brauchte. Das führte dazu, dass sich meine zweijährige Enkelin genau wie Oma die Brille dekorativ in die blonde Lockenpracht setzte. Was sie aber nicht soll, denn sie braucht ihre Brille ja nicht nur als Lesebrille. Aber mach das mal ner Zweijährigen klar, die gerade alles nachmacht was die Großen machen.

Nun denn. Ich hoffe, jemand kann mir nen guten Rat geben. Oder zwei.:-)

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