Alles so schön neu hier……

Gestern habe ich angefangen, eine für mich neue Social Media Platform zu entblättern.
Und zwar ist es Clubhouse. Bisher leider nur für IOS-Nutzer frei geschaltet. Eine Seite, die das Hören auf die große Bühne stellt.

Meine Testphase dauert zwar nur wenige Stunden an. Aber ich bin sehr begeistert.
Anders als bei Instagram stehen nicht Bilder, Fotos und Selbstdarsteller im Fokus.
Nicht das vermeintlich (optisch) Schöne steht im Mittelpunkt sondern hörbare Inhalte.
In erster Linie werde ich von den Themen und in zweiter Linie von vielen schönen Stimmen gefangen genommen. Was ich mir gerne gefallen lasse. Mehr noch, ich genieße es. Ich muss nicht lesen, kann erstmal nicht kommentieren, jedenfalls nicht schriftlich.
Ich kann mich aber zu Wort melden und kann einen Wortbeitrag leisten. Das geht nicht immer und überall, vor allem dann nicht, wenn es sehr viele sind, die etwas zu sagen haben.

Natürlich kenne ich längst nicht alle Möglichkeiten, die diese neue Platform bietet.
Es ist ein Lernprozess, dem ich mich gerne hingebe.

Spannend für mich ist besonders, dass ich feststellen konnte, ich liege mit meinen
61 Jahren weit über dem Altersdurchschnitt. Es ist eine sehr junge Bühne. So kann ich Meinungen hören, zu denen ich sonst keinen oder nur wenig Zugang hätte.

Es hat was von Frühling, von Neubeginn. Mag sein, ich bin vom sonnigen und warmen Sonntag angefixt. Aber ich stelle fest, dass ich gerade eine Optimismuswelle reite. Ich habe den Tag gestern mit einem Podcast zu einem spannenden Thema beendet und heute Morgen bekam ich das Angebot den Montag mit einer Lesung von Hermann Hesse Werke zu beginnen. Als passive Hörerin natürlich.

Aber wer sagt denn, dass das immer so bleiben muss? Ich wurde vor einigen Tagen schon (zufällig?) von einer Freundin gefragt, ob ich Interesse hätte, wenn sie einen Raum auf Clubhouse eröffnen würde, mit ihr dort vor Publikum zu sprechen. Und ich sagte spontan ja, obwohl ich garnicht so recht wusste, was das genau ist und wie das geht.

Aber das war eigentlich der Startschuss. Denn meine Neugier war mehr als geweckt.
Darum bin ich seit gestern in der Forschergruppe Clubhouse.

Es ist und bleibt spannend.
Stay tuned.

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Impulswerkstatt III / Dezember 2020

 Schneekristalle, leicht und fein,
zart und so vergänglich.
Worte wären klar und rein,
doch nur unzulänglich.

Komm mir nah, ich spüre dich,
eng und stark und warm.
Deine Liebe nähret mich.
Halt mich fest im Arm.

Und die große, kalte Welt
wird uns nicht erschrecken.
Das, was uns zusammen hält,
kann Urgewalten wecken.

is/12-2o2o

 

Teil III/Dezember des Projekts von Frau Flumsel und Myriade (Fotos by Myriade)

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Schneckenschleim und Vogelkot

Das braucht’s, wenn man seine Falten bekämpfen will.
Und das wäre dann erstmal nur die harmlose Variante.

Völlig fasziniert,  teilweise auch angewidert bis hin zu schockiert habe ich heute die Dokumentation über die neuesten Aktivitäten von Jenke von Wilmsdorf angeschaut.

Hier ein kurzer und eindrucksvoller Einblick:  Das Schönheitsexperiment

Der komplette Film zeigt über 90 Minuten was Jenke alles über sich ergehen lässt um sein Ziel zu erreichen, in 100 Tagen im Gesicht 20 Jahre jünger auszusehen. Irrer Plan, finde ich. Und völlig überzogen.

Zugegebenermaßen sieht er für seine 54 Jahre schon recht faltig aus. Er selbst gibt zu, es liegt unter anderem an seiner lebenslangen Vorliebe für viel Sonneneinstrahlung ohne UV Schutz und dem jahrelangen Rauchen.

Tränensäcke, Schlupflider und tiefe Falten auf Stirn und Wangen, lassen ihn älter aussehen, als er tatsächlich ist. Doch ich denke, ihn stört das mehr als all seine Fans. Und da er ein exzellenter und noch dazu sehr experimentierfreudiger Journalist ist, gibts davon viele. Männer sowie Frauen.

Er hat sich in den vergangenen Jahren schon vielen Experimenten als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt. Sei es die Wirkung von viel zu viel ungesundem Essen in Kombination der Vermeidung von Bewegung oder der Einfluss von Drogen und Alkohol auf den Körper über einen längeren Zeitraum. All das hat er ausprobiert und von Ärzten dokumentieren lassen. Dabei hat er jeweils die nicht unerheblichen gesundheitlichen Risiken in Kauf genommen. Er nahm zu und danach wieder ab oder stresste seinen Körper mit Alkoholexzessen und Drogenkonsum. Immer dabei, eine Kamera, die alles aufzeichnete.

Doch diesmal sind die Auswirkungen – ich nenne sie Schäden – nicht zu übersehen und vor allem womöglich bleibende Schäden.

Es tut mir Leid, er tut mir Leid. Was er sich damit angetan hat, das war diesmal echt too much. Aus dem Gesicht eines Mannes mit ausgesprochen viel Charisma hat er eine glattgebügelte Fratze machen lassen. Und das unter äußersten Schmerzen und vielen anderen Stressoren. Er wird weiter der charismatische Mann bleiben, aber wenn man ihn sieht, dann denkt man….. ein Unbekannter mit der Stimme von Jenke.

Er selbst sagt abschließend zu diesem Experiment: Wahre Schönheit kommt von innen.
Für mich ist das ein Statement, was aussagt, dass er wohl erkannt hat, dass er mit diesem Experiment einen Schritt zu weit gegangen ist. Mich macht das Ergebnis wirklich traurig. Was für ein Wahnsinn. Das trifft auf ihn zu und auf die vielen Menschen, die sich ohne Not unters Messer legen und liften und straffen lassen, auf Teufel komm raus.

Und dann kommt er auch oft raus….. wie es zu erwarten war.

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