Verfasst von: chinomso | 9. Februar 2016

Zurück ins Körbchen

 Am Ende des Tages schleppte man uns noch in ein exklusives Modehaus, wo wir Ledermoden kaufen sollten. Es gab eine wirklich tolle Modenschau und man reichte uns kleine Snacks und Erfrischungen.  Eigens für uns könnte man mit sensationellen Rabatten von bis zu 40% aufwarten. Die Freude darüber hielt sich aber in Grenzen, da der Grundpreis pro Lederjacke bei durchschnittlich 1.600,-€ lag.

  

Keiner kaufte etwas. Und fortan war der Reiseleiter verstummt. Seine Laune war genau wie seine Provision an diesem Tag im Keller angekommen. Er begleitete die Gruppe schweigend zurück zum Bus. Und während der zweistündigen Rückfahrt in unser ruhiges Örtchen hörten wir von ihm kein Wort mehr.   

Aber das störte uns wenig. Wir genossen den Abschied von der Großstadt, die Aussicht und den Sonnenuntergang.  

Je weiter raus, umso schöner wurde es. 

 

Nach so einem Tag in der Metropole waren wir ein bisschen geläutert und weniger unzufrieden mit unserer Einöde.

  
Kraft allover the world.

 
Besonders schön und romantisch fand ich den überraschenden Anblick von Nomaden  in der Wüste, die sich um ein Feuer versammelt hatten. Leider war ich nicht schnell genug um vom Bus ein Foto zu schießen. *heul*

 

Die meisten Mitreisenden haben die schöne Abendstimmung verpennt. 

 

Wenige Minuten vor Ankunft im Hotel erwachte der Reiseleiter zu neuem Leben. Er machte wortreich darauf aufmerksam, dass es zu einer schönen Tradition geworden sei, dass die Reisenden am Ende eines solchen Tages dem Reiseleiter und Busfahrer ein (wie er es nannte “angemessenes”) Trinkgeld zukommen lassen. 

Ich fand seine Wortwahl frech und dreist und so gab ich dem Busfahrer, einem stillen freundlichen Mann indischer Abstammung, ein besseres Trinkgeld als dem unverschämten Reiseleiter. 🤓

  

Verfasst von: chinomso | 17. Januar 2016

Juwelen für uns

“Ja sind wir denn auf einer Butter Fahrt?”, das stand auf den meisten Gesichtern geschrieben,  als der Bus vor einem mehrstöckigen Haus hielt und man uns aufforderte auszusteigen.

Ganz unverbindlich sollten wir uns Schmuck anschauen. Keine Verpflichtung zum Kauf. Ein freundlicher Mann begrüßte unsere Reisegruppe auf perfektem Deutsch. Er meinte, die Deutschen wären ihm die Liebsten. So freundlich, so weltoffen, so positiv. (Was man in diesen Tagen gerade wieder täglich hier bei uns überprüft und in Frage stellen muss.) Und wir konnten uns ein schiefes Grinsen nicht verkneifen, denn wir waren uns sicher, dass man den Amerikanern, Schweden, Russen, Briten, Chinesen, Holländern, Polen, Türken und allen anderen Gästen in der jeweiligen Landessprache nichts anderes erzählen wird. Sie hatten Mitarbeiter für insgesamt 22 Sprachen für ihre Kunden. Alles für den Umsatz.

Und ihre großen Erwartungen wurden nicht erfüllt. Soviel kann ich sagen. Kein Wunder…. ich z.B. hatte meinen diebstahlsicheren und wasserfesten Schmuck in diesem Urlaub dabei.

Schaut mal hier. 

 Weiter ging die Reise mit einem etwas angesäuerten Reiseleiter, der keine Provision verdient hatte.

Überall Wohnblöcke und stellt euch vor. So sieht das auf der berühmten “Palmen Insel”, Palm Jumeirah auch aus. Nicht nur pompöse Villen. Ich war überrascht.

Und ich dachte, dass es dort nur steinreiche Leute gibt. Nur Eigentümer, keine Mieter. Na ja, so kann man sich täuschen.

Dann ins Hotel Atlantis auf der Palmeninsel zum opulenten Mittagessen. 

Dort gibts ein Meeres Aquarium. Traumhaft schön. Der Besuch dort war Teil des Ausflugs.


  
  

Verfasst von: chinomso | 16. Januar 2016

Und dann doch noch Dubai

Morgens um 8 -allemann in die Busse. Und ab ging die wilde Fahrt.

Über die Sheikh Mohammed Bin Zayed Road, eine Autobahn, Richtung Dubai. Der Reiseleiter, ein gebürtiger Zyprer (ich hab gelernt: Zypriote sagt man aktuell nicht mehr) war ein lustiger Vogel. Er hat uns ne Menge über Land und Leute erzählt.

Während der Fahrt hatten wir das Glück  neben der Straße ein gerade stattfindendes Kamelrennen zu sehen. Der Reiseleiter sagte uns, dass er die Rennbahn noch nie “in Betrieb” gesehen hatte. Leider war meine Kamera gerade nicht einsatzbereit. Und schwupp waren wir da auch schon wieder vorbei.

(Zur Herkunft dieses kleinen Kamels berichte ich später) 

  

 Dann rein ins Getümmel. Teilweise 6-spurige Straßen mitten durch die Stadt. Das heißt dann also 12, in jede Richtung 6.

  
Häuserschluchten.

Unglaublich viel Verkehr.

  
Da wo es echt schöne Perspektiven gab, konnte der Bus leider nicht halten. Also gibt’s viele fliegende Fotos.

  

Menschenmassen.  

Lärm.

Und hier der  weltbekannte Burj Al Arab der “Turm der Araber”, in dem das angeblich einzige 7* Hotel der Welt zu finden ist.

Baustellen wohin das Auge schaut.  

Kein Mangel an Sand. 😎 

 
So viele Kräne wie nirgends sonst auf der Welt. Bauarbeiter ohne Ende.
Aber auch Berge von Gewürzen.  

Und viel Arbeit für die Goldwaage.  

Verfasst von: chinomso | 7. Januar 2016

Das Beste

…..der ganzen Woche war aber immer noch unser Bett am Strand.

Davon gab es nur 12 Stück und da galt es früh auf den Beinen zu sein, denn da hieß es:  first come first serve oder zu gut Deutsch- wer zuerst kommt mahlt zuerst.

Diese Strandbetten  waren sehr begehrt, wie ihr euch denken könnt. Ich habe beobachtet, dass jüngere weibliche Alleinreisende mit den bekannten zwei starken Argumenten sich bei der männlichen Strandwache ein Bett für den nächsten Tag vorreservierten. Den Weg wollten wir nicht wählen. So sind wir morgens gleich nach dem “frühen Vogel Frühstück” an den menschenleeren Strand gelaufen und haben uns fürstlich nieder gelassen. Ein Traum.

Schatten, wenn man welchen will.


Die Strandbetten standen in Abständen, dass eine Privatsphäre durchaus gewährleistet war.

Sonne, nur wenn sie gewünscht wird. Ansonsten zieht man die Gardinen einfach zu.

Sie standen alle direkt an der Waterkant. Keine Sonnenschirme oder Liegen anderer Urlauber versperrten oder verschandelten die Sicht. 👍

Verfasst von: chinomso | 6. Januar 2016

Frech & fröhlich

…ist besser als schüchtern und verhuscht.

Durch die strengen Ansagen am Anreisetag waren wir irgendwie ständig der Annahme, dass alles mögliche verboten sei oder wenigstens unerwünscht. Und so rechneten wir meist damit, dass man uns den Zutritt verwehrt oder uns für alle möglichen Serviceleistungen unangemessen viel Geld abverlangt.

Zum Glück gelang es uns aber doch immer wieder, dass wir uns mit möglichst charmanter Plauderei kostenlos das “ergaunerten”, was wir wollten. Am Tag 1 war es der Zugang zum Strand. Ein farbiger junger Mann kam mit einem strahlenden Lächeln auf uns zu gelaufen, als wir zwischen zwei hohen Mauern hindurch auf ein eisernes Tor zu gingen, hinter dem man Sonnenschirme und Liegen sah. Uns war klar, dort war ein Hotelstrand. Er fragt uns wohin wir wollten und was wir in meinem großen Rucksack mit uns führten. Er nahm an, dass wir Getränke mitbringen wollten. Und das war hier streng verboten. Glücklicherweise bin ich soweit des Englischen mächtig, dass ich mehr als nur Minimalkonversation betreiben kann. Und so verwickelte ich den jungen Torwächter in ein Gespräch über Gott und die Welt, über Deutschland, über meine Absicht hier nur Fotos zu schießen uvm. Und so ließ er uns nach wenigen Minuten durch das Tor schreiten. Wir waren so happy, wir hätten am liebsten hüpfend unseren Weg fortgesetzt.    

Hinter den großen H0tels versteckt lag ein traumhaft schöner Strand.

  

Schafe, die die Touristen verputzen, bringen sie aus Australien herbei.  
 

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