Meine ersten Schritte bei Clubhouse

Wuhuuuuu….. ich bin ins kalte Wasser gesprungen.
Letzten Freitag. Ich wusste garnicht, wie mir geschieht. Und schwupp, war ich mitten drin.

Ich bekam gegen 19 Uhr eine Push Nachricht, dass jemand, den ich kenne, da gerade in einem Raum mit anderen plaudert. Und ich dachte: „okay, höre ich mal rein.“
Weder kannte ich das Thema, noch wusste ich wer alles anwesend sein würde.

Nun sind die meisten öffentlichen Räume sehr voll. Ne ganze Menge Aktive, die sich quasi danach drängeln, auch mal zu Wort zu kommen. Wer es nicht kennt: Es ist so, dass jemand einen Raum öffnet. Der oder die sind dann meist die Moderatoren des Ganzen. Es findet sich ein Publikum ein, zufällig oder eingeladen. Es reden erstmal nur die Moderatoren. Jeder kann via eines Buttons „die Hand heben“ und signalisiert damit:
Ich möchte was sagen.
Die Moderatoren schalten diesen Menschen dann frei, das heisst, er kommt quasi auf die Bühne und ist ab dann einer der Redner. Derjenige kann sein Micro selber on bzw. off schalten und mitreden. Damit nicht alle durcheinander sprechen, ruft der Moderator einzelne Teilnehmer auf und erteilt ihnen damit das Wort.
Ich möchte nochmal daran erinnern….. keiner sieht den anderen. Man weiss nichts von dem Teilnehmer, sieht nur sein oder ihr Profilbild. Das finde ich so besonders, weil in den meisten social media Kanälen geht es in erster Linie um Aussehen und den großen Auftritt. Es kann mit Filtern und jeglichen Bildbearbeitungsprogramme gefaket werden, auf Teufel komm raus.

Bei Clubhouse bist du life online, wenn du sprichst. Und es ist ein Gefühl von „ohne Netz und doppelten Boden“.

Ich kam also Freitag in diesen Raum…. und oh Schock, schwere Not…. ich war die einzige Zuschauerin bzw. natürlich Zuhörerin. Alle anderen, ca. 5-8 Leute waren schon oben „auf der Bühne“ und plauderten munter drauf los. Es ging um das Thema:
„Was habe ich in der zurückliegenden Woche Schönes getan oder erlebt, was ich nie zuvor getan oder erlebt habe?“

Das hat hat mir sehr gut gefallen, was da erzählt wurde. Ich hatte mir ein Glas Rotwein zum Freitagabend eingegossen und dachte: Prima Unterhaltung!!!

Bis auf einmal mein Bildschirm eine weiße Schrift auf grünen Grund anzeigte:
„Iris, möchtest du jetzt aktiv am Gespräch teilnehmen?“ oder
“ Später vielleicht.“
Diese Nachricht kam von Lea, einer der beiden ModeratorInnen.
Da war es vorbei mit der gechillten Stimmung. Mein Herz schlug bis zum Hals.
Blub-blubb-blubb Blutdruck stieg rasant an.

Ich freut mich einerseits über diese unerwartete Aufforderung. Andererseits war ich todesaufgeregt. Ich klicke auf „Später vielleicht“ und bereute es im selben Augenblick.
Lea ließ nicht locker und verkündete im Raum: „Ha ha, ich habe Iris eingeladen zu uns zu sprechen! Na, ob sie sich traut?“ Das kitzelte meine Ehre und ich antwortete bei Lea’s zweiten Versuch mit einer Zusage und war direkt oben. Auf der Bühne. Und wurde unmittelbar von allen freudig begrüßt und für meinen Mut gelobt.

*schmelz* Diese Süßen. Ich muss dazu sagen: Ich kannte nicht einen der Teilnehmer, denn mein „Bekannter“ dem ich aus reiner Neugierde in diesen Raum gefolgt war, hatte die illustre Runde schon wieder verlassen.

Da waren also 5 junge Menschen, zwei Frauen, drei Männer, die alle 30-40 Jahre jünger waren als ich es bin. Und die wollten, dass ich erzähle, was ich in dieser Woche Schönes und Erstaunliches erlebt hatte.

War ja nicht schwer….. ich hab mich in Clubhouse auf die Bühne getraut.
(
Es gab noch was viel, viel Aufregenderes, war ich auch erzählt habe. Das kann ich euch in einem nächsten Post hier verraten, wenn ihr wollt)

Ich war dann ca. 2 Stunden in dem Raum. Das Weinglas wurde leer und musste wieder gefüllt werden. Irgendwann waren wir nur noch Frauen. Eine hatte ihr Babyphone dabei und ging zwischendurch ihr Baby stillen… kam dann wieder. Eine andere berichtete über ein Kurzfilm Projekt zum Thema „die Geilheit der Frauen“ und eine Dritte wollte wissen, wo man in Europa leben sollte/könnte, wenn frau ausreichend Geld und 1,5 Jahre Zeit zur freien Verfügung hatte.

Habt ihr irgendwelche Zweifel? Kann sowas denn langweilige werden? Never ever.

tbc

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Alles so schön neu hier……

Gestern habe ich angefangen, eine für mich neue Social Media Platform zu entblättern.
Und zwar ist es Clubhouse. Bisher leider nur für IOS-Nutzer frei geschaltet. Eine Seite, die das Hören auf die große Bühne stellt.

Meine Testphase dauert zwar nur wenige Stunden an. Aber ich bin sehr begeistert.
Anders als bei Instagram stehen nicht Bilder, Fotos und Selbstdarsteller im Fokus.
Nicht das vermeintlich (optisch) Schöne steht im Mittelpunkt sondern hörbare Inhalte.
In erster Linie werde ich von den Themen und in zweiter Linie von vielen schönen Stimmen gefangen genommen. Was ich mir gerne gefallen lasse. Mehr noch, ich genieße es. Ich muss nicht lesen, kann erstmal nicht kommentieren, jedenfalls nicht schriftlich.
Ich kann mich aber zu Wort melden und kann einen Wortbeitrag leisten. Das geht nicht immer und überall, vor allem dann nicht, wenn es sehr viele sind, die etwas zu sagen haben.

Natürlich kenne ich längst nicht alle Möglichkeiten, die diese neue Platform bietet.
Es ist ein Lernprozess, dem ich mich gerne hingebe.

Spannend für mich ist besonders, dass ich feststellen konnte, ich liege mit meinen
61 Jahren weit über dem Altersdurchschnitt. Es ist eine sehr junge Bühne. So kann ich Meinungen hören, zu denen ich sonst keinen oder nur wenig Zugang hätte.

Es hat was von Frühling, von Neubeginn. Mag sein, ich bin vom sonnigen und warmen Sonntag angefixt. Aber ich stelle fest, dass ich gerade eine Optimismuswelle reite. Ich habe den Tag gestern mit einem Podcast zu einem spannenden Thema beendet und heute Morgen bekam ich das Angebot den Montag mit einer Lesung von Hermann Hesse Werke zu beginnen. Als passive Hörerin natürlich.

Aber wer sagt denn, dass das immer so bleiben muss? Ich wurde vor einigen Tagen schon (zufällig?) von einer Freundin gefragt, ob ich Interesse hätte, wenn sie einen Raum auf Clubhouse eröffnen würde, mit ihr dort vor Publikum zu sprechen. Und ich sagte spontan ja, obwohl ich garnicht so recht wusste, was das genau ist und wie das geht.

Aber das war eigentlich der Startschuss. Denn meine Neugier war mehr als geweckt.
Darum bin ich seit gestern in der Forschergruppe Clubhouse.

Es ist und bleibt spannend.
Stay tuned.

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Impulswerkstatt III / Dezember 2020

 Schneekristalle, leicht und fein,
zart und so vergänglich.
Worte wären klar und rein,
doch nur unzulänglich.

Komm mir nah, ich spüre dich,
eng und stark und warm.
Deine Liebe nähret mich.
Halt mich fest im Arm.

Und die große, kalte Welt
wird uns nicht erschrecken.
Das, was uns zusammen hält,
kann Urgewalten wecken.

is/12-2o2o

 

Teil III/Dezember des Projekts von Frau Flumsel und Myriade (Fotos by Myriade)

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