Bunter Käse

An Tagen wie heute, wo ich mich dringend aus einer Einbahnstraßen-Gedankenwelt rausreißen muss, fresse ich mich mit Vergnügen wie eine Maus in den bunten Käse der Blogger-Welt hinein. Meine Wege sind mal geradlinig, dann wieder verschlungen. Völlig planlos knabbere ich mich durch das Labyrinth Internet. Lese ich in einem Blog, bleibe ich manchmal an spannenden Links in der dortigen Blog-Liste hängen und tauche von einer bunten Höhle in die andere. So drifte ich weiter ab und gelange immer tiefer ins Innere dieser schönen schillernden virtuellen Welt. In jedem Hohlraum werkelt ein anderer Mensch an irgendwas herum und hat Spaß daran sich mitzuteilen.

Wenn ich am Ende meiner Exkursion sagen sollte, wie ich genau zu diesem Punkt gekommen bin, oder wenn einer sagen würde: „So, nun geh mal exakt den Weg zurück, den du gekommen bist!“. Ich müsste passen. 

Zum Glück muss ich weder Brotkrumen noch Kieselsteine ausstreuen um aus dem bunten Wirrwar von Fotos, Alltag-Geschichten, Projekten, Bastelanleitungen, Gartentipps und Rezepten wieder raus zu finden. Zurück kam ich bisher immer. Ich will ja nicht, dass sonst eines Tages in meinem eigenen Blog steht: She got lost in cyberspace.

Ab und zu bringe ich von meinen Blog-Wanderungen ein paar Fundstücke für meine Favoritenliste mit. Ich pflücke sie wie Blumen, weil sie entweder ein außergewöhnliche schönes Design haben oder weil mich der Inhalt anspricht, im Idealfall aber beides.  Später zeigt sich dann, ob der erste Eindruck der richtige war oder ob es in dem Blog garnicht so bunt und spannend zu geht, wie zunächst vermutet. Und das entscheidet dann über Gehen oder Bleiben in meinem Favoriten-Stübchen. Ab und zu muss auch dort mal ausgefegt werde. Nachdem sich der aufgewirbelte Staub gelegt hat, sind meist ein paar Plätze frei und warten auf neue Blog-Links. Die „Freigelassenen“ fliegen wieder davon und schwirren frei herum auf der Suche nach Zufallsbesuchern oder einem Platz in einer Favoritenliste. Manche schweben und schweben und schweben…. 

Und wenn aus dem virtuellen Kontakt dann sogar ein realer wird —wenn die Bilder laufen, atmen, sprechen, gemeinsam lachen, singen, essen, trinken, feiern und vieles mehr wollen und können—und wenn dann die Chemie immer noch stimmt—- das ist dann die KRÖNUNG.

Ich hab das schon erlebt. Man muss sich nur hinter seinem Bildschirm hervor trauen.

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