Gedanken- Kaleidoskop

…. rund ums Bloggen.

Es gibt da einige Gedanken, die bunt und vorallem unsortiert in meinem Kopf herum purzeln und mich seit Wochen immer wieder beschäftigen. Die möchte ich mal sortieren. Da ich schriftlich gut Struktur in meine Gedanken bringen kann, lasse ich euch einfach „zuhören“. Und ich hoffe, ihr schreibt mir mal, wie ihr darüber denkt. Entweder in Kommentaren oder gerne auch in Blogbeiträgen bei euch. 

Generell bin ich blogmüde und denke sogar an Aufgeben. Vorerst habe ich mal nen Gang runter geschaltet. Ich schreibe weniger. Und ich verweigere mich ein bisschen den unendlich vielen Projekten und anderen „Langzeit-Vorgabe-Spielchen“, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen (muss an der Jahreszeit liegen).

Habe ich die Zeit und drehe mal wieder eine ausgiebige Blogrunde, dann stoße ich beinahe überall nur noch auf Projekt-Beiträge. Ohne Frage. Es sind viele interessante Themen dabei, zu denen ich rein theoretisch liebend gerne etwas schreiben würde oder Fotos einreichen könnte, wenn da nicht der Zeitfaktor wäre.

Es ist mir schon passiert, dass ich mich voller Begeisterung und ohne viel nachzudenken bei einem Projekt angemeldet habe. Und dann, als es losging, merkte ich erst wie zeitaufwändig es ist, die Beiträge dafür zusammen zu stellen.  Da musste nach Motiven gesucht, fotografiert  und/oder im persönlichen Archiv gestöbert werden. Teilweise war sogar Recherche im Internet nötig. Die Projekte wurden zu enormen Zeitfressern. Wenn man wie ich einen Vollzeit Job hat und im Offline-Leben noch andere Verpflichtungen hat oder Steckenpferde hegen und pflegen möchte, dann geht das nicht. Oder man gerät in Stress. Bei mir wurde deutlich, dass auch die Qualität unter dem Zeitmangel leidet. Die Ergebnisse sind dann nicht so, wie ich sie gerne haben möchte. Ich kam irgendwann an einen Punkt, wo ich nur noch schnell abliefern und das schlechte Gewissen beruhigen wollte. Erledigt. Haken dran. Weiter.

Es kommt erschwerend hinzu, dass ich auch noch zu den altmodischen Leuten gehöre, die sich an einmal gegebene Zusagen oder Versprechen gebunden fühlen. Schaffe ich es trotz großer Anstrengung dann doch nicht, pocht das schlechte Gewissen im Hinterkopf und ich fühle mich schlecht. Einer Niederlage kommt es gleich, wenn ich dauerhaft absagen muss bzw. mich entschließe auszusteigen. Manch einer wird jetzt sagen: „Hey, ist doch nur ein Spiel. Nimms nicht so ernst. Mach dich nicht verrückt.“ Aber ich bin so. Ich kann (und will) nicht aus meiner Haut.

Und noch was…. Enttäuscht bin ich bei meinen Blogrunden auch ein wenig. Denn vor lauter Projekten sehe ich kaum noch die wunderbaren Gedankenspiele und das Hausgemachte in vielen meiner Lieblingsblogs. Das, was diese Blogs so besonders machte, geht nach und nach verloren. Und das finde ich sehr traurig.

Und wenn ich schon mal dabei bin, „die Hosen runter zu lassen“: Es ist einigen bereits aufgefallen, dass ich aufgehört habe, bei all den vielen Projekt Beiträgen, die ich lese  immer brav mit „Toll – schön – prima – Klasse“ zu kommentieren.  Ich gehe eher auf die Suche nach echten Beiträgen zu denen ich was zu sagen habe.

Die Quittung für diese Unartigkeit habe ich auch schon erhalten. Während ich noch im Mai manchmal bis zu 300 Klicks pro Tag hatte (ohne Suchmaschinen) sind es heute nicht mal mehr 80. 😦 Das hab ich nun davon. Böse Harmonieverweigerin, ich.

Positiver Effekt: Es kommt jetzt nicht mehr vor, dass ich am Wochenende nur noch zum Einkaufen das Haus verlasse und sonst alle paar Minuten den Feedreader checke, um Beiträge taufrisch lesen und direkt einen Kommentar da lassen zu können. 

Ich glaube, ich bin der Sucht haarscharf entgangen. Glück gehabt.

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39 Antworten zu Gedanken- Kaleidoskop

  1. Bellana schreibt:

    Es wäre wirklich schade, wenn ich von Dir keine Posts mehr lesen könnte. Es muss ja nicht täglich sein, aber was Du schreibst, ist immer ziemlich gut. (Ich lese auch regelmäßig auf Deinem Gazellenpfad). Mir liegt das Schreiben leider nicht so, so dass meine Beiträge eigentlich immer viel zu kurz werden. Die Phrasen-Kommentare ’schön – toll ‚ usw. mag ich auch nicht, dann schreibe ich lieber nichts. Insgesamt lese ich eigentlich mehr als dass ich selber schreibe.
    Also mache bitte weiter, auch wenn es seltener wird. Bei Deiner Begabung, so treffend zu formulieren, kannst Du die Projekte doch einfach weglassen. Die helfen vorallem Neuen in der Bloggerwelt Kontakte zu knüpfen.
    Grüßle Bellana

    • chinomso schreibt:

      Bellana, das ist wahr. Für neue Kontakte sind die Projekte etc. wirklich gut. Da gelange ich auch immer mal wieder auf neue interessante Blogs.

      Ich werde natürlich nicht ganz aufhören zu bloggen und zu lesen. Bin viel zu neugierig. 🙂

      Aber manchmal muss ich einfach hinterfragen, was ich so mache.

      • seelenbalsam schreibt:

        Bei mir ist so, dass bei manchen Fotoblogs mir einfach ein ‚Wow‘ entweicht und dann schreib ich dies dem jeweiligen Blogger auch, aber wenn ich dann schreibe ‚Klasse!‘ oder ‚Wow!‘, dann kommt bei mir dies einfach von ganzem Herzen!

  2. april schreibt:

    Liebe Chinomso,
    hör bloß nicht auf. Ich würde dich und deine herzerfrischenden, originellen, witzigen Beiträge schrecklich vermissen. Wenn du an keinen Projekten mehr teilnehmen magst, dann zieh dich davon zurück, aber doch nicht ganz vom Schreiben (was du so sehr gut kannst). Ich überlege das allen Ernstes auch. Da ist bestimmt der ein oder andere Projektveranstalter, dem es völlig egal ist, wer mitmacht oder auch nicht. Nach deinem Gedankenanstoß werde ich nochmal in mich gehen und mich vielleicht auch von dem ein oder anderen verabschieden. Auf jeden Fall werde ich mir Gedanken für mich persönlich dazu machen. Vielleicht/eventuell schreibe ich auch noch was dazu.

    Du hast auch Recht damit, dass durch die Projekte so vieles verloren geht, dass ein großer Einheitsbrei entsteht. Ein bisschen klingst du frustriert, aber ich glaube, es geht jedem Blogger hin und wieder mal so, dass er alles hinschmeißen möchte.
    (Das ist jetzt auch alles ziemlich spontan und ungeordnet …)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Ingrid

    • chinomso schreibt:

      Danke Ingrid.
      Ich kann ja garnicht ganz gehen. Denn dann wäre der Kontakt zu dir und einigen anderen Bloggern weg, der mir schon ne Menge bedeutet. Also bleibt die Nabelschnur unzertrennt.

      Manchmal scheint einfach das eigene Geschreibsel fruchtlos und blutleer, wenn das echte Leben soviel bunter und pulsierender daher kommt.

      • april schreibt:

        Vielleicht soll es so sein – nein, es MUSS so sein. Das reale Leben ist das wahre Leben, das Bloggen ist nur ein Abbild davon, ein interpretierter, ein kleiner Ausschnitt.

  3. seelenbalsam schreibt:

    Ich bin mal so durch WordPress gegangen und hab deinen Blog entdeckt und ich freue mich grade so über deinen Beitrag. Ich fühle genauso, wenn ich wo angemeldet bin, dann hab ich ein schlechtes Gefühl, wenn ich nicht dazu komme, einen Beitrag zu posten, so bin ich nur noch bei einem Projekt, bei einem zweiten fürs nächste Jahr, angemeldet. Und seit diese Projektenbeiträge weniger sind, und ich mich entschlossen habe, unter meinen Nick, den ja die Realwelt nicht kennt, etwas von mir preiszugeben, sofern ich dies just in diesem Moment möchte, tu ich das auch. Und so entstehen wieder Beiträge mir ‚Gedanken‘, mit richtigen Seelenbalsam’s Gedanken. Ich habe nicht die übermässige Anzahl an Besucher, halt meine stammgäste, über die ich mich immer sehr freue, aber das reicht mir auch.

    Ich lasse dir mal liebe Grüße hier, ein wenig Sonnenschein, Mut und Zuversicht, und blieb dir treu! Liebe Grüße, Seelenbalsam

  4. Himmelhoch schreibt:

    Hallo, ich kann dich so ganz und gar verstehen – hätte ich einen Job, ich müsste es drastisch reduzieren, da es sehr zeitfressend ist. Die „Abwehr“ geht ja gerade ein wenig durch die Blogs. Aber ich brauche es als Kreativitätsersatz. Ich war früher mal in der Öffentlichkeitsarbeit eines großen Unternehmens – und als ich dann 2004 arbeitslos wurde, war das Loch, in das ich fiel, größer als ein Zirkuszelt. Mir tut dieses Schreiben und Ausdenken sehr gut, aber außer kurz mal an Donnas Schreibprojekt, habe ich noch an keinem teilgenommen und werde das auch nicht tun – da ich bisher immer genügend eigene Ideen hatte, die nicht weniger Stress bedeuteten. Die Texte kosten mich nicht viel Zeit, es ist die Fotobearbeitung, die so zeitfressend ist. Aber niemand zwingt mich ja, über das „Paradies“ zu berichten, und deswegen will ich mich auch nicht beklagen.
    Ich habe auch noch nie nur zwei oder 3 Worte als Kommentar abgegeben, sondern nur dann was geschrieben, wenn ich was zu sagen hatte.
    Im Dezember blogge ich ein Jahr – so lange will ich auf jeden Fall mit ziemlich voller Kraft durchhalten – und dann schau’n wir mal.
    Ich möchte auch nicht auf Chinomsos Bauernschläue oder Mutterwitz oder wie man sonst noch sagt, verzichten wollen, also organisiere was um – dann ist es was besonderes, wenn der Feedreader mit ideiner Bloganzeige blinkt.
    Mit lieben Grüßen von Clara

    • chinomso schreibt:

      Clara, ich lach mir hier einen ab.
      So so, Bauernschläue. 🙂 🙂
      Na das ist ja mal ne Ansage.

      Aber ich weiss ja von wem es kommt. **pruuust**
      Und denk immer dran: „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“

  5. dorosgedankenduene schreibt:

    Einschränken ja, Projekte sausen lassen, ja, aber aufhören bitte bitte nie. Du bist eine der wenigen wo ich von Anfang an dabei bin und wo ich absolut nicht drauf verzichten möchte, weil du eine ganz besondere (herrlich erfrischende und auch manchmal nachdenklich machende) Art hast zu schreiben.
    Klar hat man nicht jeden Tag was zu Schreiben oder auch Lust sich überhaupt an den Puter zu setzen, aber so ganz sein lassen, könnten wir das?
    Also, mach weiter, für dich, aber auch für deine „Fans“ 😉
    Lieben Gruß Doro

  6. Lilie schreibt:

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei meinen Blogrunden entdecke ich immer öfter, irgendwelche Projekte. Mittlerweile ist es so, dass ich dazu gar nicht mehr kommentiere. Mir fällt auch nichts passendes dazu ein außer – um dich zu zitieren „toll – schön – prima – klasse“ 😉 Meine Kommentare sind dadurch weniger geworden, was jedoch gar nicht mal so schlecht ist, da auch bei mir oft Zeitmangel durch Berufstätigkeit und Pflege meines Mannes entsteht. Ich selber schreibe auch nur noch ein oder höchstens zwei Beiträge pro Woche – zu mehr reicht es einfach nicht. Umso mehr freue ich mich darüber, dass mir meine Stammleser treu bleiben. Es sind nicht so viele, aber sie sind mir wichtiger als viele Klicks auf meiner Seite.
    Liebe Iris, bleib‘ uns bitte erhalten … Ich lese auf jeden Fall regelmäßig bei dir, auch wenn ich mich nicht immer durch einen Kommentar zu erkennen gebe 😉
    Sei lieb gegrüßt
    Iris

  7. freidenkerin schreibt:

    Es gibt zur Zeit hier in Kleinbloggersdorf eine Flut an Projekten – und ständig werden es mehr, da gebe ich dir völlig Recht. Deshalb habe ich auch beschlossen, mich keinerlei Projekten mehr anzuschließen. Wie du und fast alle Vorkommentatorinnen richtig bemerkt habt, es frisst Zeit und auch Kreativität. Bloggen soll Ausgleich zum „realen Leben“ sein, soll unseren Begabungen und Talenten Ausdruck verschaffen, auch mal dazu dienen, sich etwas von der Seele zu schreiben, und neue, nette und interessante Menschen kennen zu lernen…
    Bitte, meine Liebe, hör nicht auf zu Bloggen! Ich liebe deine Posts, deinen prachtvollen Humor, deine Klugheit.
    Herzlichst!

  8. minibares schreibt:

    Das Projekt Farbenpracht war das erste, bei dem ich mitgemacht habe.
    Bis dahin habe ich mich strikt geweigert, bei einer Aktion mitzumachen.

    Nun, das dürfte bald auslaufen.
    Nun bin ich beim Poesiealbum von Lucie eingestiegen.
    Aber das soll es dann auch sein.
    Die Blattprojekt hat mich zwar gereizt. Doch ich habe mich nicht dazu gemeldet.
    Auch ich bin noch voll am arbeiten.
    Und es bleibt Hausarbeit liegen. Das habe ich schon gemerkt.

    Ich verstehe dich gut.
    Bei mir sind so um die 100 auch normal.
    Es gab mal ein paar Ausreißer, aber im Normalfall sind es zwischen 80 und 120.

    Ich denke, durch den seltenen Besuch kommen sie weniger.
    Ich schaffe es auch nicht, alle, die ich möchte, täglich zu besuchen.
    Ach so, ich habe mich lange geweigert, zu Aktionen einen Kommentar zu schreiben, – bis ich eben selbst an dieser Farbenpracht teilnahm 😉
    Die Woche Pause, die Ruthie eingelegt hatte, kam mir sehr recht.

    Du hast übrigens Recht, es gibt Blogs, da sieht man nur noch Aktions-Buttons und Aktions-Beiträge.
    Da ist gar nichts Persönliches mehr.

    Ich werde so weitermachen, indem ich die persönlichen Beiträge bringe.
    Ich bin nicht auf Rekordjagd aus, hatte früher schon meine täglichen Erlebnisse einigen per Mail geschickt.
    Daraus ist halt mein Blog entstanden. Und so will ich es auch weiterführen.

  9. fudelchen schreibt:

    Die Projekte nehmen wirklich zu und ich möchte auch nicht bei jedem dabei sein.
    Meinen Blog habe ich im November ein Jahr und es hat mir bis heute immer Spaß gemacht, auch neue Blogs zu entdecken, aber mittlerweile schaffe ich die Blogrunden nicht mehr, bin jetzt auch öfter als früher mehr im Büro. Zudem ist mein Mann gesundheitlich angeschlagen und meine Familie kommt auch öfter zu Besuch und bleibt ein paar Tage.
    Natürlich möchte ich dann für meine Enkelkinder da sein und nicht die halbe Nacht am PC sitzen.
    So werde ich auch in Zukunft weniger bloggen…..das hatte ich mir schon länger vorgenommen und ziehe es jetzt auch durch.
    Draußen findet auch noch ein Leben statt, es gibt so viele schöne Motive zu fotografieren und dahingehend möchte ich mich auch weiterentwickeln.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen und schön, daß Du das hier mal präsentierst.
    Durch Ruthie bin ich auf Deinen Blog gekommen, lese gerne im Feedreader Deine Gedanken und Geschichten, darum hör bitte nicht ganz auf.
    Ich wünsche Dir alles Gute und einen schönen Sonntag. Bei uns ist es sehr warm, mit Sonnenschein und den werde ich jetzt erst einmal genießen.

    GLG Marianne 😉

  10. Audubon Ron schreibt:

    You’re in my reader. I catch you fresh off the press. I don’t always comment b/c I need to be funny, clever, whitty, yada-yada. Some days are better for me than others when blogging. But, you have friends like me in America who get to know you and like to keep up with what is going on. And for me, I depend on translators so I’m putting in the extra time to try to understand what is written. For me, I just have to pace myself. 🙂

    Ron

    • chinomso schreibt:

      Ron, you see me surprised. 🙂

      I use your blog always as an extra and very interesting lesson to improve my english. Sometimes I don’t understand everything since you’re using slang that I can’t find in leo.org. (e.g. yada-yada) But I like racking my brain while reading your blog. I could ask my private teacher aka Wildhüter but I don’t want.

      So lets continue like this. It’s fun.

  11. tonari schreibt:

    Der Beitrag hätte 1: 1 von mir kommen können. Ich bemerke auch, dass das Bloggen zu viel Zeit frisst. Jedenfalls mehr als ich eigentlich habe. Mehr als ich noch „gesund“ finde.
    Ich jage abends durch den Feedreader, kommentiere kaum noch und wenn, dann nur kurz und meist auch nur, wenn ich wirklich etwas anderes dazu beitragen kann als ein „Super. Klasse. Toll.“ So hatte ich mir das Bloggen nicht vorgestellt. Ich bemerke an mir eine gewisse Oberflächlichkeit und ein schechtes gGewissen, wenn ich zwar mitlese, aber keine „Spur“ hinterlasse.
    Meine Deadline ist gedanklich gerade das geplante Bloggertreffen im Oktober.

    Ich würde Dich sehr, sehr in Bloghausen vermissen, wenn du komplett austeigst, aber so liest sich das jetzt hier auch nicht.

    • chinomso schreibt:

      Nein Britta. Mein Mitteilungsbedürfnis ist zu groß, als dass ich meine Klappe und den Blog schließen könnte. 🙂

      Aber ich denke, wir müssen nen Gang runter schalten bevor es uns die Lust zum Bloggen völlig vergällt. Das lohnt sich und hilft uns allen, den Schreibern und den Lesern.

      • april schreibt:

        Aha, ich bemerke da auch so gewisse Tendenzen. Hin und wieder eine große Unlust, die Frage, ob es nicht zu viel Zeit kostet … und überhaupt 😉

  12. Träumerle Kerstin schreibt:

    Liebe Chinomso, ab und zu ein kleines Päuschen oder für eine Weile die Notbremse ziehen – okay. Aber bitte nicht schließen! Ich habe vollstes Verständnis, dass Beruf, Familie, Freunde und das reale wahre Leben vorgehen müssen, aber wenisgstens ab und zu ein Lebenszeichen – bitte!
    Ich nehme an zwei Projekten teil, wobei eins sicherlich bald aufhören wird, mir gehen auch bald die Ideen aus. Bei „Krempel, Chaos, alte Schätze“ hab ich noch so viel zu zeigen. Aber mehr sollten es auch nicht werden, sonst ist für die Alltagsgeschichten bald kein Platz mehr.
    Ich wünsche Dir nun noch einen schönen Rest-Sonntag, herzliche Grüße von Kerstin.

    • chinomso schreibt:

      Kerstin, keiner soll sich genötigt sehen, sich zu rechtfertigen. Jede(r) macht soviele Projekte wie er mag und wenn es jemand geben sollte, der seinen Blog nur mit Projekten füllen will, dann soll er/sie das auch gerne tun. Ich habe kein Problem damit. Nur für mich geht das nicht. Bei dir gibt und gab es zu jeder Zeit noch soviel mehr zu lesen. Und das freut mich, denn ich weiss, das bleibt sicher auch so in deinem grünen Auen Blog. 🙂

  13. Anna-Lena schreibt:

    Liebe chinomso,

    du sprichst mir sowas von aus der Seele. Den Gedanken aufzuhören habe ich nicht, aber ich werde reduzieren und zu dem zurückkehren, was ich mit meinem Blog ursprünglich wollte: zu schreiben.
    Mittlerweile ist das Schuljahr in vollem Gang und ich muss mir schon arg Zeit ans Bein binden, um neben dem realen und Brötchen verdienenden Leben mit Mann, Haus, Hunden und Garten noch Zeit zum Bloggen und zu den Blogrunden zu finden.
    Für mich ist die morgige Klassenfahrt ein Schnitt. Fünf Tage internetlos werden mir mal gut tun.
    Und dann setze ich nur auf Qualität.

    Ich denke, letztendlich ist es auch in etwas das, was du meinst.
    Wie heißt es: Weniger ist mehr.

    Den Gedanken ans Aufhören hast du sicher nicht ernsthaft gefasst, oder. Ich zumindest würde das sehr bedauern.

    Liebe Grüße und bis bald,
    Anna-Lena

    • chinomso schreibt:

      Liebe Anna-Lena, ich habe die Tage in Bielefeld, die ich mehr oder weniger gezwungenermassen offline war, sehr genossen. Es geht auch ohne und man bekommt wieder einen Blick für andere Dinge, nimmt sich mehr Zeit ein Buch zu lesen oder einfach mal den Gedanken nach zu hängen.

      Es freut mich, dass ich so vielen hier aus der Seele spreche mit meinem Beitrag und hoffe, keinen vor den Kopf gestoßen zu haben.

      Ich wünsche dir eine schöne offline Woche und freue mich dann auf (d)einen Neuanfang.

  14. Pingback: Und dann schmeiß’ ich den Krempel hin « April Showers

  15. Hans-Georg schreibt:

    Ich freue mich natürlich auch, wenn viele Leser mein Blog besuchen. Aber um Statistiken, und ob es ein paar mehr oder weniger sind, habe ich mir noch nie einen Kopf gemacht. Ich blogge in erster Linie für mich. Wenn’s andere Menschen interessiert – umso besser.

    • chinomso schreibt:

      Hans-Georg, willkommen auf meinem Blog.

      Stastistiken sind ne nette Spielerei. Ich bin nicht die einzige, die das so sieht. Immer wieder lese ich, das jemand seinen 10.000, seinen 50.000 oder 60.000 Besucher feiert.

  16. paradalis schreibt:

    Tja.
    Die grundsätzliche Frage ist doch eigentlich – warum bloggt man selbst? Dient es zur Selbstdarstellung? Zur Mitteilung? Zur Archivierung von Fotos etc.? Zum Ausleben der eigenen Kreativität? Zur Motivation, die man durchaus auch erhält (Diät etc.)? Zum Kennenlernen? Zur Freizeitgestaltung? Zur Inspiration?

    So lange wie ich einige Punkte davon immer noch freudig begrüßen und selbst nutzen kann, werde ich damit sicher nicht aufhören. Und ebenso freudig auch bei anderen Mitbloggern schauen.
    Ich meine, wo kann man sonst ungestraft mit Puppen (Valentinas Blog) spielen, ohne verlacht zu werden? Oder – wo nehmen eigentlich fremde Menschen so viel Anteil, wenn man bspw. die jährliche Fastenzeit durchziehen will? Oder Probleme mitteilt, weil man eben auch ein wenig Zuspruch benötigt und man sich scheut, das Herz einfach mal so in der U-Bahn oder an der Bushaltestelle zu offenbaren?

    Ich verstehe diese Gedanken nicht so recht. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich Freude am Bloggen habe. Immer neue Inspirationen erhalte, neue „fremde“ Menschen kennnenlerne, mit denen ich in meiner knapp bemessenen Zeit und im Rahmen meiner Möglichkeiten (ich kann nun mal keine großen Bloggerreisen unternehmen) kommunizieren kann.
    Oder die kleinen Briefkastenüberraschungen! Um wieviel ärmer wäre ich doch, wenn da nicht ab und an eine Postkarte im Briefkasten wäre, oder man einfach nur so an mich denkt.

    Ich sehe das nicht als Verpflichtung an. Für mich ist es eine Bereicherung. Immer noch und immer wieder. Es macht mir Freude zu sehen, welche kreativen Beiträge zu den unterschiedlichsten Projekten eingestellt werden. Es macht mir Freude zu sehen, womit sich die Blogger beschäftigen. Und es macht mir auch gar nichts aus, mich immer wieder unter Mariannes Blümchentageswünsche (sorry, dass du jetzt als Beispiel herhalten musst) dafür zu bedanken. Es ist eine kleine „Mühe“ als Dank für Mariannes „Arbeit“ Kreativität.

    Sieht man das Bloggen als Pflichtveranstaltung, sollte man es wirklich überdenken.

    Also dann,
    ich bereite mal meine nächsten Einträge vor. Ich habe wieder tolle Fotos gemacht, die ich sonst kaum jemanden in meiner realen Umgebung zeigen könnte (sie haben andere Interessen). Was sollte ich nur machen, wenn es euch nicht geben würde!
    🙂

    Allen einen schönen Wochenbeginn,
    herzliche Grüße
    Heike.

  17. paradalis schreibt:

    Ich habe noch einen Nachsatz, da ich gerade alle Kommentare gelesen habe und das „Blätterprojekt“ angesprochen wurde.
    Manchmal ist ein Satz, ein Vorschlag, ein Projekt ausreichend, und ich fühle mich inspiriert. Ich nehme nicht teil an diesem Projekt, ganz einfach nicht, weil ich keine Vorschriften mag und wenn ich zwei Blätter fotografieren möchte, dürfte ich das nicht.
    *g*
    Was mache ich also? Ich fotografiere Blätter, sehe seitdem die wildesten Gestalten darin, finde die wunderschönsten Farben, bin glücklich, wenn ich auf ein bestimmtes Blatt treffe.
    Ich muss nicht teilnehmen, am Blätterprojekt. Aber ich bin froh und dankbar, dass es mich zum Blätterfotografieren gebraucht hat. Allein wäre ich da mit Sicherheit nicht so schnell darauf gekommen. Und so werde ich irgendwann eine Slideshow anfertigen, mit ganz vielen, fotografierten Blättern.
    🙂

    Wisst ihr, was ich meine?
    LG!

    • chinomso schreibt:

      Danke Heike, ich finde gut, dass du deine Meinung äußerst, vorallem weil sie auch mal noch andere Aspekte aufzeigt. Letztlich muss und wird jeder selber entscheiden, wie er dass Bloggen handhabt und dosiert und was es ihm/ihr bedeutet.

      Ich finde es nach wie vor schön zu bloggen. Und ich werde es nicht völlig aufgeben, aber es wird (wie in den letzten Wochen bereits) weniger sein, schreiben und kommentieren.

      • paradalis schreibt:

        Gerne.
        Und weil mich die Thematik nicht so recht loslässt, schnell noch einen aktuellen Nachsatz. (Habe ich eben auch bei April gepostet.)
        🙂

        Eben öffnete ich meinen Briefkasten und was hatte ich da? Genau. Eine wunderschöne, liebevolle Postkarte von einer Bloggerin. (Danke Margot, du bist ein Schatz! Ich maile dir heute Abend noch mal, muss ja dann gleich wieder los.)

        Was ich noch vergaß zu erwähnen:
        Wo sonst erfährt man so viel über andere Länder (Israel = Vivi, oder Claudia aus Schweden bspw.), über Urlaubsorte (bspw. auf dem Blog der Bordeauxdogge, geführt von Anja, als sie über Norwegen schrieb), über Städte, Pflanzen, Hunde, Katzen, Handwerkliches (Gudrun = Spinnradgeschichten) und so weiter. Von unterhaltsamer Lektüre und Fotoinspirationen (Chinomso, Emily, VEB Wortfeile, Tonari etc.) oder auch Themen über Literatur und Grammatik (newsblog Philipp Bobrowski) gar nicht zu sprechen.
        (Die von mir nicht erwähnten, bitte ich um Nachsicht! Fühlt euch einfach alle angesprochen!)
        🙂

        Manchmal glaube ich, bloggen ist letztendlich oft persönlicher als ein Gespräch mit einem realen Menschen auf der Straße:

        „Guten Tag, wie geht es?“
        „Danke. Gut, und selbst?“
        „Schönes Wetter heute, was?“
        „Ja, hoffentlich bleibt es noch ein wenig so.“

        Und so weiter.
        Würde ich denen was von Blümchen oder Raupen oder gar Außerirdischen erzählen, sie würden schreiend weglaufen.


        Natürlich kann und sollte es jeder für sich entscheiden, wie er was handhabt. Ich möchte da auch nicht urteilen, sondern wollte lediglich meine Meinung äußern.
        🙂

        Bis dann also und herzliche Grüße!
        Heike.

  18. bigi schreibt:

    Kommt Zeit kommt Klick,
    ich klick langsam wieder!
    Danke für deine Geduld Liebelein *drücks*
    Dickes Knussi,
    bigi

  19. Brigitte schreibt:

    Wie schön, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe!!

    Projekte habe ich nie mitgemacht, man steht dann schon mal da, als wäre man arrogant. Ganz bewusst wollte ich mich dem nicht widmen. Zuviel Zeit geht den Bach runter.

    Am Anfang probiert man aus, um dann irgendwann für sich zu befinden, dass es ganz sicher wichtigeres gibt, als zu bloggen.

    Von daher mache ich das nur noch ein- bis zweimal die Woche. So kommt keine Sucht auf. Und am Wochenende bleibt der PC aus.

    Deine Gedanken – sie gehörten schon lange ausgesprochen. Und kommentieren, das mache ich auch nur noch bei denen, die etwas zu sagen haben.

    Lieben Gruss, Brigitte

  20. Elke schreibt:

    Hallo Chinomso,
    ich komme gerade durch Bellana hier her, weil ich wissen wollte, worüber sie genau schrieb. Also diese Blogmüdigkeit kennt wohl jeder, der jahrelag bloggt und das ist auch völlig normal, wenn man merkt, dass man zuviel Zeit am PC vertrödelt. Auch diese vielen Projekte sehe ich ähnlich wie du – aber wo ist das Problem? Ich habe es doch in der Hand mitzumachen, wenn ich das möchte und nicht mitzumachen, wenn ich dazu keine Lust habe. Anfang des Jahres habe ich mich beispielesweise fast allen Projekten verweigert, im Moment mache ich wieder bei einigen mit, aber nur wenn ich Zeit und Lust dazu habe. Es gibt keinen Grund mich zu rechtfertigen, wenn ich in einer Woche an den Montagsmemories teilnehme (mal als Beispiel) und in der nächsten dann nicht. Nur wer selbst ein Projekt ins Leben ruft, der sollte sich das vorher gut überlegen. Es gibt Beispiele, wo die Leute nach einer Weile merken, dass eine Projektbetreuung auch Arbeit macht und dann plötzlich keinen großen Zug mehr haben. Ich denke, es ist am wichtigsten, dass man Bloggen nur als eine Beschäftigung unter vielen anderen sieht und nicht als Lebensinhalt. Das allerdings scheinen manche Leute zu vergessen.
    Lieben Gruß
    Elke

    • Chinomso schreibt:

      Klar, man kann selber entscheiden, wo man mitmacht oder nicht. Aber wenn es ne Häufung von sehr populären Projekten gibt, dann sieht man auf seinen Lieblings-Blogs eben fast nur noch Projektbeiträge und sonst kaum was. Und ich frage mich: Was macht der Mensch denn sonst so? Was treibt ihn um?

  21. bigi schreibt:

    Also mich treiben Federn um, und Lesen, und Meer *hihi*

  22. Ellen schreibt:

    Liebe Chinomso,
    ich habe gerade bei April über dies gelesen und kommentiert, nun will ich kurz bei Dir noch ein paar Zeilen hinterlassen. Ich habe ja schon immer Probleme mit meinem Bloggen, mit dem Hin und Her, habe viel erlebt. Ich machte noch nie an Projekten mit, und Blogs, die nur aus solchen Beiträgen bestehen, besuche ich auch nicht mehr, denn ich möchte lesen, was Menschen über sich erzählen, was sie denken, fühlen, durchmachen, einfach die Schicksale anderer Menschen. Das ist für mich interessanter als irgendwelche (wenn auch noch so hübschen) Projekte. Ich habe nur noch 5 Blogs, die ich täglich verfolge, alle anderen nur noch ab und zu mal. Ich habe mich ausgeklinkt aus dem Bloggerleben dahingehend, daß ich in keiner Communitiyliste mehr auftauche, mich an ein stilles Plätzchen verkrochen habe und gerade mal noch rund 20 Leser pro Tag habe. Und ich habe mich dabei sehr gut in mir drin gefunden, mein Schreiben heil gemacht dadurch. Ich schreibe, weil ich es liebe und es mir gut tut. Und wer es findet und lesen mag, der ist willkommen. So lebt es sich für mich besser nach all dem Ärger, den ich oft hatte und allem.
    Liebe Grüße
    Ellen

    • chinomso schreibt:

      Ellen, ich denke jeder findet seinen Weg, seine Art zu bloggen, wie er/sie es mag und wie es einem gut tut. Es muss sich immer noch gut anfühlen. Und das tut es bei mir gerade. Darum halte ich es weiter so: Wenige Projekte und nichts was mich zuviel Zeit kostet. Das reale Leben ist auf alle Fälle meine Nr. 1.

  23. Du – und viele Kommentare – sprechen mir aus der Seele!

    Bitte schreib weiter!

    Auch mir wird es immer wieder zu viel, dann laß ich es kurz ruhen 😉

    Aber jetzt stell ich grad einen Beitrag nach dem andren rein, schau mal 😉

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