Embryonales Lesen

Eingekuschelt in mein Bett, babyrosa Flauschsocken an den Füßen. Das passende Licht und ein schönes Buch (momentan Connie Palmen „Ganz der Ihre“) Dann tauche ich ab. Dann bin ich nicht mehr hier sondern dort. Ich lasse mich ganz drauf ein.  Und wehe einer stört mich. Der kann was erleben.

Ich wechsle den Ort, sehe, fühle, rieche und höre das Geschehen.  Es ist ein bisschen wie mit dem Kopf unter Wasser in der warmen Badewanne. Nur länger und mit Atmen. So ein Abheben und ein Schweben.

Das nenne ich embryonales Lesen. Wenn es sich so anfühlt, dann vergesse ich alles. Auch zu schlafen. Die Reue kommt am anderen Morgen. Und am Abend gehe ich wieder in meine warme Lesehöhle.

Ich bin dann mal weg. 🙂

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9 Antworten zu Embryonales Lesen

  1. Anna-Lena schreibt:

    Das kann ich gut nachempfinden. Ich verschwinde gleich mit ‚Verblendung‘ (Stieg Larsson) unter der Bettdecke ;-).

  2. bigi schreibt:

    *DeckeNochEinStückHochzieh*
    *flüster*
    Dann lass dich mal nicht stören!
    Gute Nacht Sysse,
    man liest sich
    bigi

  3. VEB wortfeile schreibt:

    eine tolle wahl. ich habs schon gelesen. es ist traurig-schön und zog mich magisch in die sprache, in das denken.

  4. dorosgedankenduene schreibt:

    Für mich zeigt sowas das es ein gutes Buch ist, wenn man sich Hineinversetzen und Miterleben kann. Geht mir im Moment mit meinem Buch genauso.

  5. Obelix schreibt:

    Mein bestes Leseerlebnis dieser Art war auf Malta, Hotelterasse, bequeme Liege, Lufttemperatur ca. 28 bis 30 Grad. Ich lese den „Zauberberg“ – und laufe danach trotz großer Wärme dauernd etwas fröstelnd herum, weil ich irgendwie aus den Schweizer Bergen nicht zurückgekommen bin….

  6. minibares schreibt:

    Oha, wenn ich Bücher lese, versinke ich auch total in der Geschichte. Lasse meine Arbeit Arbeit sein. Lese abends viel zu lange, dass ich schon nur noch gelb sehe, wenn ich aufschau. Und wenn so ein Buch zu Ende ist, bin ich traurig, weil ich einfach weiter in der Zeit, in der Geschichte leben will.
    Tagsüber immer mal runter in die Wohnung, ein paar Seiten lesen. Und schon ist wieder ne Stunde rum.
    Ehrlich, ich versuche, nicht mehr zu lesen. Es wurde echt gefährlich. Die Arbeit litt darunter.

  7. chinomso schreibt:

    Die Gefahr geht bei mir eher vom PC aus. Denn den kann ich auch während der Arbeit „befragen“. Lesen geht nicht.

  8. Ruthie schreibt:

    Ich mag und kann mich zwar auch an den Ort des Geschehens versetzen, aber dadurch, dass die Augen nicht mehr sooo gut gucken können, vergesse ich nicht mehr die Zeit. D. h., das Lesen strengt mich eher an und macht die Augen so müde, dass ich mich aus der Geschichte reißen muss 😦

  9. Pingback: Postkarten Swap °°Karte 2 & 3°° | Chinomso's

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