Bumbudibum

…macht mein Herz. Aber nicht, weil ich irgendwie neu verliebt bin (bin nach wie vor alt-verliebt) oder gar in meinen Doktor verknallt, wie das Entchen hier in dem Video.

Was ist passiert?
Mein Kleiner, scheinbar eben noch mein Baby gewesen, die kleine süße Schmusebacke und goldige Knutschkugel hat gestern einen Flug ans andere Ende der Welt gebucht. 24 Stunden vom Start- zum Ziel-Flughafen. Er wird Weihnachten nicht in deutschen Landen sein. Und auch zum Jahreswechsel nicht und auch den ganzen Januar und Februar 2011 nicht. Und wie es dann weiter geht, muss man auch erstmal abwarten. **weia**

Er geht hier hin, um sein Studium weiter fort zu führen. **soifz* Meine Gefühle fahren, jetzt wo es sicher ist – wo es definitiv passieren wird – wo sogar der Flug schon gebucht ist, Achterbahn.

Ganz oben auf der top10-Gefühls-Liste steht STOLZ. Direkt gefolgt von einem berauschenden Freudentaumel, einem Glücksfieber von ca. 39,9°C, einer warmen Zufriedenheit, einer klaren Zuversicht und dem festen Glauben, dass alles gut laufen wird gepaart mit ein wenig dummer Sorge, unbegründeter Angst mit merkwürdigem Magengrummeln … einer guten Portion Fernweh und dem unrealistischen Wunsch als Talismann mitgehen zu können, Mäuschen spielen zu dürfen. Meine Liebe wird ihn begleiten und meine guten Gedanken werden wie ein Schutzengel unsichtbar über ihm schweben. Dann kann doch nichts schief gehen. Oder? Sagt mir bitte, dass nichts schief gehen wird.

Es gibt nicht Berauschenderes, als wenn deine Kinder sich die Träume erfüllen, die du selber auch mal geträumt hast, aber aus dem einen oder anderen oder noch mal anderen Grund nicht erfüllen konntest. *schnief** Ich bin heute sehr sehr sentimental. Man möge es mir bitte nachsehen. Ich kann grad nicht anders und genieße es auch irgendwie.

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26 Antworten zu Bumbudibum

  1. Bellana schreibt:

    Ja, für die Generation nach uns ist es normal durch die Welt zu jetten. Mein Sohnemann war mal für ein halbes Jahr in Neuseeland, die Tochter in Kanada (und jedes Mal auch über den Jahreswechsel). Immer wenn sie so weit weg unterwegs sind, verfolge ich die Flüge per Internet. (Derzeit ist Indien als Urlaubsziel angesagt) Wahrscheinlich muss man das als Mutter einfach machen. Dabei ist es heute egal, ob man eine Mail aus Deutschland oder aus Australien bekommt, man muss nicht mehr wochenlang auf eine Nachricht warten. Und sie sind bisher immer heil wieder heim gekommen.
    Grüßle Bellana

    • chinomso schreibt:

      Ah so, dann bist du also eine erprobte Mama, wenn es um Fernreisen der Youngsters geht. Gut zu wissen.

      Für mich ist das alles (noch) sehr, sehr aufregend und ein bisschen beunruhigend.

  2. Träumerle Kerstin schreibt:

    Oh ist das verdammt weit weg. Da werdet ihr euch wohl nicht gleich wieder sehen. Keine Ahnung was ich empfinden würde, wenn mein Kind so weit weg studiert. Sicher das gleiche wie Du – von Stolz bis Angst alles vorhanden.
    Ich wünsche euch noch eine intensive gemeinsame Zeit, Du wirst hoffentlich ab und zu berichten von ihm.
    Liebe Sonntagsgrüße von Kerstin.

    • chinomso schreibt:

      Kerstin, ich werde meinen Skype account mal wieder aus der Mottenkiste holen und dann so mit ihm in Kontakt bleiben. Ich denke schon, dass ich hier immer mal wieder berichten werde, denn es ist nun mal ein Thema was mich bewegt.

  3. Himmelhoch schreibt:

    Ganz so weit weg waren die meinen nicht, aber dann kommt es wohl auf ein paar mehr oder weniger Km auch nicht an. Die Tochter war ein Studienjahr in Moskau und der Sohn 2 Jahre in Dublin – doch auch Heidelberg kann schon ganz schön weit weg sein! – Skype, Mail, sonstwas hilft Trennungsschmerz tapfer zu tragen! – Und die Zeit vergeht schneller, als du denkst.

  4. fudelchen schreibt:

    Das ist doch wundervoll, laß ihn fliegen, er kommt wieder zurück, irgendwann.
    Es ist so wundervoll, wenn die Kinder ihre Träume verwirklichen können, das macht mich glücklich…auch wenn ein wenig Wehmut dabei ist und solange er nicht verheiratet ist und Du keine Enkelchen so weit fort hast, solange geht das prima mit Skype.
    Wenn er glücklich ist, wirst Du es auch sein. *liebdrück*

  5. VEB wortfeile schreibt:

    liebe chinomso,

    oh, der sohn hat sich ein schönes studienziel ausgesucht. du könntest ihn doch auch besuchen. den skype-tip hast du ja schon. gute freunde von mir sind seit fast einem jahr in china und bleiben dort noch bis zum nächsten sommer. wir halten so oft es geht kontakt (die zeitverschiebung ist irgendwann auch unproblematisch).

    ich kann mir nur vorstellen, wie es dir bei dem gedanken daran geht, den sohn in so weiter ferne zu wissen, nicht mal eben schnell ins auto steigen und bei ihm sein zu können. dein mutterherz wird weiterhin besorgt schlagen, egal wo die kinder gerade sind. und der wildhüter wird dich dann hoffentlich einmal mehr am tag lange im arm halten, mindestens.

    liebe grüße

    • Chinomso schreibt:

      Mutterherzen ticken wohl alle gleich. Von Logik keine Spur.
      Aber ich bin zuversichtlich, dass ich meine Sorge zurück halten kann und ihn nicht nerve. Das habe ich bisher ja auch geschafft, denn er mag mich nicht als Mütterchen.

      Danke fürs Mutmachen.

  6. Gedankenkruemel schreibt:

    Es wird gut gehen ganz bestimmt.

    Liebe Grüssae
    Elke

  7. tonari schreibt:

    Menach, was für Chancen sich den jungen Leuten heute auftun. Sieh es – gerade mit deiner Biographie – mal unter dem Aspekt.
    Aber Deine Gefühle kann ich natürlich verstehen. Mir ging es als das Töchterlein nach Tokyo ging genauso. Und jede Erdbebenmeldung für Japan versetzte mich in Angst um Schrecken. Skypen ging nicht. Du hast ja das Drama um den Internetzugang gelesen.

  8. freidenkerin schreibt:

    Wow! Sydney! Klasse! 😀
    Du wirst ihn doch dort bestimmt besuchen, oder?

  9. paradalis schreibt:

    Es wird nichts schief gehen!
    Und dein Stolz ist mehr als berechtigt!
    Alles Liebe wünsche ich ihm und dir und euch!

  10. april schreibt:

    So ist das, ein Wechselbad der Gefühle. Wird er zurechtkommen? Doch, er wird. Du wirst es sehen; sie wachsen an ihren Aufgaben und dann kannst du wiederum stolz sein. Er wird tolle Erfahrungen machen und irgendwann wieder heil und gerne zurückkommen. Wie gut, dass es Skype und E-Mails gibt.
    Auch ich spreche da aus Erfahrung. Der eine war fast ein Jahr in Cork (Irland) und 3 Monate im tiefsten Spanien. Da musste er sich selbst um eine Wohnung und auch sonst alles kümmern. Wir konnten ihm nicht helfen. Aber alles ist gut gegangen. Jetzt wohnt er schon wieder 600 km von hier entfernt …

  11. Sigrid schreibt:

    Zum Glück habe ich noch ein paar Jahre Zeit, bis bei meinen Kindern solche Entscheidungen anstehen.
    Aber wir proben jetzt schon wochenweise bei den Omas. 😉

    Es geht alles gut!!!

  12. dorosgedankenduene schreibt:

    Ich kann da nicht mitreden, weil keine Kinder. Aber mal ganz ehrlich, hätten wir damals die Möglichkeit gehabt, wir hätten sie doch mit Begeisterung genutzt, oder?
    Klar ist es am anderen Ende der Welt, aber in der heutigen Zeit mit dem ganzen technischen Schnickschnack den es gibt, kann man sich trotz der Riesenentfernung hören und sogar sehen. Und ich freu mich jetzt schon wenn du uns von GoodAustralia berichten wirst.
    See ya (australisch)

    • chinomso schreibt:

      Darum ja eben. Deshalb bin ich ja in erster Linie so neben der Spur. Ich freu mich so für ihn.
      Der Schwerpunkt liegt echt nicht auf der Sorge. Auch wenn alle *eitzi-eitzi-eitzi** machen, was sehr lieb ist. Meine Aufregung basiert auf der Freude.

  13. dorosgedankenduene schreibt:

    Aber dann ist doch alles gut????? Ist es nicht herrlich, daß du dich mit deinem Sohn so sehr freuen kannst? Meine Mutter wäre wohl vor Angst gestorben bevor ich weg gewesen wäre *lol*

  14. Blümchen schreibt:

    Ich kann Dich soooo gut verstehen…. ;o)) *seufz*

  15. minibares schreibt:

    Großartig, die Träume und Wünsche in die Tat umsetzen zu können.
    Ich verstehe dich sehr gut.
    Ans andere Ende der Welt kann man nicht mal eben hinfahren, um nach dem Rechten zu sehen.
    Andererseits weiß ich auch von einer jungen Verwandten, die in Australien geblieben ist.

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