Sicher ist sicher

Man hat uns sehr geschickt den Hahn zugedreht.

Seit mittlerweile einer Woche kann ich, genau wie die meisten meiner  Kollegen auch, tagsüber das Internet nicht mehr nutzen. Es gab wohl einige Sicherheitslücken und die wurden nun gestopft indem man alles abwürgte. Internet zu.,  außer dem weltweiten Firmennetzwerk natürlich. Aber ganz so plumb hat man es dann auch wieder nicht gemacht. Denn die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, unter Angabe ihrer Personalnummer schriftlich zu bestätigen, dass die Webseite, die sie beabsichtigen zu besuchen, sicher ist.

Tut man das, dann kann man alles öffnen. Gibt es hinterher Probleme, hat man den jeweiligen Mitarbeiter gleich mit Personalnummer am Kanthaken.

Keiner ist so blöd und tut das also.

Dumm nur, dass man heute vieles per Internet bestellt.  Flüge und Hotels werden so gebucht, wertvolle Auskünfte über potentielle Kunden eingeholt. Das Internet ist ein Arbeitsmittel wie jedes andere es früher war. Es ist aber wesentlich  komfortabler, man spart Zeit und somit Geld. Bemerkenswert ist, dass nicht alle Mitarbeiter diesen Sicherheitsknebel angelegt bekommen haben. Manager dürfen weiter frei schalten und walten. Offensichtlich denkt man, dass dieser Personenkreis nie aus reinem Vergnügen auf nicht arbeitsbezogenen Seiten surft und noch dazu ein untrügliches Gespür dafür hat, zu entscheiden, welche Seiten ein Sicherheitsrisiko darstellen und welche nicht.

Klar, es steckt auch der Verdacht dahinter, dass das Fußvolk surft anstatt zu arbeiten. Und das mag auch auf den einen oder anderen Mitarbeiter zutreffen. Aber unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass dies nur bei einem verschwindend kleinen Teil der Fall sein kann.

Ich rege mich nicht auf. Spätestens wenn die Herren Manager die Flüge selber suchen und buchen müssen, sich selbst um Hotels kümmern und Kaffee bestellen müssen, dann gehen auch für mich die Tore wieder auf. Wetten??

Bis dahin kann ich leider nicht mal in meiner Mittagspause die News lesen oder meinem Blog einen Besuch abstatten oder bei einem von euch lesen gehen. Das ist bedauerlich, aber kein Weltuntergang. Es hat auch was für sich. Anstatt in den Pausen auch noch vor der Flimmerkiste zu sitzen, gehe ich seit gestern mittags sogar raus aus dem Büro und  nicht zum Essen. Nein, ich mache einen, wie ich es getauft habe,  Mittags-Walk. Heute war ich exakt 30 Minuten flott unterwegs und habe 3,2km zurück gelegt. Mein Schrittzähler hat mir das verraten. Das tut mir gut. Das werde ich mal beibehalten.

Sicher ist sicher.

 

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3 Antworten zu Sicher ist sicher

  1. freidenkerin schreibt:

    3,2 km in einer halben Stunde – Donnerlittchen, da biste aber flott unterwegs!…
    … Seltsam, was Annehmlichkeiten für die Mitarbeiter, für’s Personal, betrifft, da ist man so sehr schnell mit dem kürzenden Rotstift bei der Hand – ob das die Verpflegung, Zuschüsse, Internet oder anderes betrifft… Und stets mit den fadenscheinigsten Ausreden… Dafür wachsen die Ansprüche, die man an seine Mitarbeiter stellt, ins schier unermessliche. Das passt doch hinten und vorne nicht!…

  2. april schreibt:

    Tja, dann, dann lass‘ die mal machen. Und wenn du jetzt ein Hotel buchen sollst, was machst du dann? Ich bin gespannt, ob sie es wieder rückgängig machen.
    Dass du statt dessen nach draußen gehst, ist natürlich sehr gut 🙂

    • chinomso schreibt:

      Bisher musste ich kein Hotel buchen, was ich nicht kenne. Die ich kenne, da habe ich die Kontaktdaten ja schon. Da kann ich auch mal anrufen.

      Aber wenn einer irgendein Hotel in – sagen wir mal Aachen – sucht, dann muss ich im Internet schauen, welche Hotels es gibt, die nicht so weit weg vom Zielort sind. Und dann wird es eng. Dann werde ich das dem „bösen Onkels“ sagen: „Geht nicht. Bitte selber machen.“

      Das wird spassig. Ich bin sicher. Leider sind derzeit genügend Kaffee, Plätzchen, Getränke und sowas alles da. Die nächste Bestellung ist länger nicht nötig. Aber dann…. **grins**

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