Neuland

Gestern habe ich mich auf einer US Webpage registriert. Leute, vorwiegend Amerikaner, tauschen sich dort über das Thema Abnehmen aus. Ich fühle mich bisher ganz wohl. Aber ich merke doch auch, dass ich mich nicht so ganz unbefangen traue munter drauf los zu plaudern, wie ich das in meiner Muttersprache tagtäglich tue.

Ich lese zunächst mal mehr, als ich schreibe. Wenn ich aber was schreibe, bekomme ich auch Antworten, Kommentare und sogar Kontaktanfragen. Huch! Sehr nette…for that matter.

Es ist ein ungewohntes und aufregendes Ich bin ein Ausländer-Feeling. Die größte Hürde ist, dass ich glaube, mein Englisch ist zu englisch. Sprich, ich klinge als hätte ich nen Stock im Arsch verschluckt. Zu meiner großen Überraschung machen die anderen Leute  teilweise haarsträubend viele Fehler (Rechtschreibung & Grammatik), sodass ich mitunter erstmal nicht verstehe, worum es geht. Aus ihren Namen schließe ich, dass sie entweder Asiaten oder Latinos sind oder aber aus Osteuropa in die USA eingewandert sind. Von den „echten“ Amerikanern kommen aber umgangssprachliche Aussagen, die ich auch schwer zuordnen kann bzw. bei denen ich nur raten kann, was gemeint ist.

In meinem Job oder hier mit dem Wildhüter spreche ich eben anderes Englisch. Hoffentlich hat mein virtueller Ausflug nach Amerika nicht zur Folge, dass ich demnächst zu meinem Chef sage: „F*ck off“!“

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5 Antworten zu Neuland

  1. Gisel@ schreibt:

    Es bewundernswert, dass du dich getraust. Aber wenn man gut englisch spricht und schreibt, finde ich das einfach Spitze.
    LG Gisela

  2. freidenkerin schreibt:

    Diese umgangssprachlichen Aussagen – Idioms – setzen mir auch des Öfteren zu, vor allem, wenn ich englischsprachige Texte lese. 😉
    Liebe Grüße!

    • chinomso schreibt:

      Selbst bei unserem gemeinsamen Freund Ron muss ich manchmal raten oder gar passen. Wenn leo.org mir nicht weiter helfen kann, dann bin ich verloren.

      • freidenkerin schreibt:

        Oh, für Ron’s Texte brauche ich manchmal ausgesprochen viel Zeit, und Phantasie… Danke für deinen Tipp bezüglich leo.org, das kannte ich bislang noch nicht.

  3. tonari schreibt:

    Wow, mein Englisch reicht mal gerade für den Urlaub. Ich bekomme ein Bett, muss nicht hungern oder dursten und schaffe netten Smalltalk im Fahrstuhl oder an der Rezeption. Mehr leider nicht. Hatte immer gehofft, mal freie Kapazitäten zu haben, um mich sprachlich noch einmal aufzupeppen, aber der geliebte Job frisst alle Reserven.

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