Mit Storm in den Sturm

Blüte edelsten Gemütes
Ist die Rücksicht; doch zu Zeiten
Sind erfrischend wie Gewitter
Goldne Rücksichtslosigkeiten.

Theodor Storm, 2. Strophe aus „Für meine Söhne“

Da haben wir es doch. Die Erkenntnis, dass man in manchen Fällen die Rücksicht auch einmal außen vor lassen kann/darf/sollte ist schon was älter.

Danke an April für den Hinweis zum Zitat.

Mir ist es erst neulich wieder so gegangen, dass ich mich halbwegs genötigt sah, ein offenes Wort zu sprechen und damit den still ruhenden See ordentlich aufzuwühlen. Doch wann immer ich an diesen Punkt komme, habe ich vorher schon mehrere schmuseweiche und immerhin recht klare Andeutungen gemacht und darauf hin gewiesen, dass wir hier ne Schieflage haben. Doch manche Ohren sind für seichte Hinweise taub, da muss es der Paukenschlag sein. Und der kommt dann eben auch.

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8 Antworten zu Mit Storm in den Sturm

  1. freidenkerin schreibt:

    Wenn sämtliche Weichspül- und Schmuse-Programme nix bringen, dann muss man halt mal mit dem harten Steinwaschgang ‚ran… 😉 Isso! Der Herr Storm drückt das natürlich weitaus schöner und gesetzter aus… 😉
    Herzlichst!

  2. april schreibt:

    Ach, Storm, nicht Goethe. Deshalb hab‘ ich’s auf anhieb nicht gefunden. Aber ein herrlicher Spruch, der auch irgendwo in meiner Sammlung steckt. Reinigend wie ein Gewitter. Danach kann man wieder richtig tief durchatmen. Bei aller Freundlichkeit und Höflichkeit, manchmal ist es angebracht.

    • chinomso schreibt:

      Sehe ich auch so.
      Das Zitat habe ich einfach gego.ogelt. Und schwupp war der Geheimrat aus dem Spiel. Aber danke für den Hinweis, denn die Worte bringen es auf den Punkt.

  3. Gisel@ schreibt:

    Mal kräftig raus mit Frust und Zorn und dann is auch meistens wieder gut….und wenn nicht, dann eben nicht, soll dann halt so sein ;).
    War wohl zu Storms Zeiten auch nicht anders.
    LG Gisela

  4. Jorge D.R. schreibt:

    Liebe Chinomso,

    von April komme ich gerade -bin immer noch am Überlegen und lese jetzt bei dir die gleiche Tonlage- Es gibt halt auch Männer, die sind ganz schnell eingeschüchtert und davon will ich eigentlich berichten 😉
    Wie bei all meinen Leserinnen setze ich auch bei Dir diese „Notmeldung“ ab und weise hiermit auf meinen Blog hin, wo du mich angemessen bedauern kannst. Die einzig tröstliche Nachricht ist die Tatsache, dass ich ( noch ) lebe. Na ja – es gibt auch etwas Positives zu berichten: Bei dem vielen Babysitten bleibt wieder Zeit zum Bloggen ***schmunzel***

    Herzliche Grüße
    Jorge D.R.

    • chinomso schreibt:

      Hey Jorge, ein Lebenszeichen!! Wie schön.
      Eingeschüchtert wird hier jedenfalls niemand.
      Lass dich nicht unterkriegen und mach dir ne Eukalyptus-Salbe auf die Oberlippe wegen dem Geruch. Du bist ein Ermittler, ein Windelinhalts-Ermittler. **kicher**

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