Die Wunsch Fee

Dieses Wochenende in Paris hat mir (wieder mal) auf eine besondere Weise eine wichtige Erkenntnis gebracht.  Ich bin nicht die Wunsch Fee.

Mit meinem ausgeprägten Harmoniebedürfnis und dem dringenden Verlangen es immer allen Recht zu machen und sicher sein zu können, dass die Stimmung gut und glatt ist, habe ich mir ins Knie geschossen. Und das ohne Schußwaffe.

Mit meinen Radartüten lote ich aus, was die anderen wollen und versuche mich in dieses Wunschgeflecht einzuschmiegen. Das geht sogar so weit, dass ich völlig außen vor lasse, was ich selber mir von dieser Reise versprochen habe. Wir waren drei Personen, da gab es viele Wünsche. Zuviele Wünsche für diese sehr kurze Reise. Und da mussten welche unerfüllt bleiben, also vom Zettel gestrichen werden. Und aus meiner Sicht waren das 90% der meinen. Wichtig zu erwähnen ist, dass ich keinem einen Vorwurf mache. Denn ICH bin es, die lernen muss eigene Wünsche zu zu lassen und durch zu setzen. Da würde es nicht helfen hinterher zu lamentieren. Und so tue ich das nur hier. So als Prozess der Selbsterkenntnis und als Basis für eine zukünftige Verbesserung. Natürlich – nicht das jemand denkt, ich mache das nur hier und nur mit mir aus – habe ich mit meinem Liebsten und auch mit meiner besten Freundin Ingrid darüber gesprochen. Es ist allen klar, was schief gelaufen ist. Und wir wissen, so werden wir das nicht mehr machen. Aber nun mal endlich dazu, was geschehen ist.

Übrigens hier mal eins der Fotos, die ich (siehe oben) „veraltet“ und verfälscht habe. Kein typisches Paris Foto. Aber solche habe ich auch. Mein Ansinnen war, ganz viele untypische Paris Fotos zu machen. Fotos, die nicht als Postkarten taugen würden, aber das wahre Paris zeigen sollen.
Wir waren gerade angekommen in Paris und fuhren mit dem Bus am Eiffelturm vorbei. Leider im Gegenlicht. Oder nicht leider?? Ich bin nicht sicher.

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7 Antworten zu Die Wunsch Fee

  1. Rana schreibt:

    Sehr toll diese Fotos!! Und zum Thema „Wunschfee“, das kenne ich nur zu gut. Es ist auch ein bisschen frauentypisch.
    Wir waren ja am WE auch mit Freunden unterwegs und ich sage dann nie „Das will ich essen, dahin will ich fahren“, da passe ich mich eher an (/und ärgere mich über mich alte Harmoniesocke…) LG von Rana

    • chinomso schreibt:

      Rana, das muss man einfach lernen. Und es ist nicht einfach. Ich arbeite dran. Denn es geht. Man kann selber seine Wünsche beachten und erfüllen und muss dennoch nicht in Disharmonie mit den anderen leben. Ich glaube dran.

  2. shelkagari schreibt:

    Nicht leider. Ich finde dieses Foto wirklich gut. Und es freut mich sehr, dass du dich sowohl mit Pascal als auch deiner guten Freundin bereits ausgesprochen hast.

    • chinomso schreibt:

      Ja liebe Margot, wir haben alles fein säuberlich auseinander gedröselt. Und Ursachenforschung betrieben.

      Ich mag diese leicht schrägen Fotos einfach. Gegen die Sonne kann man nicht fotografieren?? Doch, kann man wohl. 🙂

  3. Ruthie schreibt:

    Mir gefällt das Bild auch super gut! Ich ecke auch manchmal an, wenn ich Wünsche äußere bzw. durchsetze, weil man anscheinend von mir gewöhnt ist, dass ich mich anpasse und den Mund halte…

  4. april schreibt:

    Ein wunderbarer Eintrag, in dem ich auch ein bisschen von mir erkenne. Allerdings befinde ich mich inzwischen auf dem Weg, den du hier auch für dich andeutest. Ich weiß, dass andere meine Wünsche nicht erraten können und ich weiß auch, dass ich eventuell klar und deutlich sagen muss, was ICH möchte. Ganz, ganz wichtige Erkenntnisse. Ich wünsche dir viel Beharrlichkeit auf diesem Weg. Auf der Basis des Erkennens, wo das Problem liegt, hast du eine gute Chance, es zu lösen.

    • chinomso schreibt:

      Meine Wünsche werden auch in den seltensten Fällen von anderen erkannt. Ich glaube, ich muss da deutlicher werden und schon im Vorfeld meine Vorhaben ankündigen. Dann ist keiner mehr geschockt, wenn ich anders reagiere als erwartet.

      Wie heisst es so schön: Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung..

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