Das fremde Land vor meiner Haustür

Diese Woche habe ich einen Ortsteil meines Wohnortes neu für mich entdeckt. Ich war da jahrelang nicht mehr, weil es nie auf dem Weg lag und ich dort einfach nichts zu tun hatte, keinen dort kannte und überhaupt….

Ich bin ja auch die letzten Jahre immer und überall hin mit dem Auto gefahren. Okay, schon auch mal bisschen Rad fahren. Aber das auch immer wieder in eingefahrenen Bahnen und selten mal den Radel-Horizont erweitert. Denn die Sportlichste war ich einfach nicht.

Das schlechte Gewissen war garnicht mal so stark. Es war halt so. Schließlich arbeite ich und hab nen Haushalt zu bewältigen. Neeee, also da bleibt keine Zeit für lange Spaziergänge. An Sport war gar nicht zu denken. Ich wollte ja auch mal ein bisschen Zeit für mich haben. Zeit für Besuche in Bloggershausen oder ein gutes Buch lesen, Füße hochlegen auf dem Balkon in der Sonne. Am besten mit einem leckeren Snack, paar Chips oder einem Gläschen Wein relaxen. Man gönnt sich ja nichts. Gell?

Und das ist jetzt anders. Ich schäme mich beinahe, wie wenig ich mich hier in der Umgebung ausgekannt habe. In diesem Sommer habe ich dann auf der Suche nach einer Walkingstrecke ein Naturschutzgebiet entdeckt, was mir in den mittlerweile sieben Jahren, die wir hier wohnen, niemals vorher aufgefallen war.

Diese Woche nun hatte ich in diesem Ortsteil „meiner“ Stadt zu tun, wo ich vorher kaum gewesen war. Ich war mit dem Auto dort und regelrecht begeistert, wie schön es dort war. Und am Stadtrand entdeckte ich eine 1A Walkingstrecke. Der Plan stand. Da musste ich mal zu Fuß hin. Und heute war es also soweit. Grossartiges Wetter. Kalt, aber strahlend blauer Himmel und Sonne. Ich packte mich warm ein und zog voller Vorfreude los.

Was soll ich sagen? Am Ende war ich zwei Stunden unterwegs für diesen XXL Spaziergang. Was für ein tolles Gefühl. Frische Luft bis in die Lungenspitzen, gut durchgewärmt und mit 85 mehr oder weniger schönen Herbstschnappschüssen kam ich nach Hause.

Wieso habe ich das nur so lange Zeit verpasst? Aber ich denke, nach vorne schauen und nicht zurück, das ist nun das Wichtigste. Man kann die Zeit nicht zurück drehen. Es einfach nur besser machen. Und das habe ich vor. Und die Fotos dazu seht ihr, wenn ihr wollt und
mir durch diese Tür folgt.

Hier sind sie, in meinem Fotoblog Augenblickliches.

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9 Antworten zu Das fremde Land vor meiner Haustür

  1. ute42 schreibt:

    Wie du auf meinem Blog siehst, lerne auch ich jetzt erst meine nähere Umgebung kennen und bin begeistert. Ich kann dich sehr gut verstehen. Das ist eben der normale Lebenslauf. In jungen Jahren möchte man hinaus in die Welt und möglichst viele fremde Ländern kennen lernen. Wenn man älter wird, dann entdeckt man, wie schön die eigene Heimat ist 🙂

    • chinomso schreibt:

      Bei mir ist es eher ein ungeliebter Wohnort. Und deshalb habe ich mich bisher eher dagegen gesperrt mir das Schöne hier anzuschauen und es geniessen zu können. Aber das ist natürlich unvernünftig und geradezu kindisch.

      Vielleicht bin ich jetzt eben nicht mehr ganz so kindisch wie bisher. 🙂

  2. shelkagari schreibt:

    Ich hab‘ mal ein paar Jahre in Nymphenburg gearbeitet, unweit des großen Schlosses. Und bin stets mit der Trambahn zur Arbeit oder mit dem Radl schnell durch’s Viertel gesaust. Was glaubst du wohl, wie ich begeistert gestaunt hab‘, als ich mal einen gemächlichen Spaziergang dort machte! 😀

  3. tonari schreibt:

    Geht mir gerade ähnlich. Oma sei Dank muss ich nun rollatortaugliche Naturpfade suchen, denn Omi liebt Bäume und alles was grün ist.

  4. Bellana schreibt:

    Es gibt so viele schöne Orte auch in Deutschland, solange das Wetter mitmacht und die Sonne scheint.
    Grüßle Bellana

  5. Jorge D.R. schreibt:

    Schöne Fotos. Aber von allen Bildern gefällt mir das mit der Frau und der Sonnenbrille und der Kamera am besten 😉
    Chinomso, es war dir klar, dass ich das sage – gell!?!
    Im übrigen – bitte bekomme nicht wieder einen „Kreisch“ – Anfall,
    wenn du auf meinen Blog schaust ;-(

  6. Sterntalerchen schreibt:

    Klasse kann ich da nur sagen, du wirst die frische Luft und die Bewegung nicht mehr missen wollen, sobald du einmal losgelegt hast. Ich als Bewegungsfanatikerin kann dir das nur bestätigen, Frühling und Sommer bewege ich mich radelnd durchs Ländle bis die Herbsttage dann zu dunkel und ungestüm werden, dann walke ich auch durch die Wälder bei uns. Man kann dabei wunderschöne Fotos mit nach Hause nehmen und die herrlichsten Dinge entdecken, ich freu mich mit dir .
    hast du Lust am Adventskalenderprojekt mitzumachen?
    wenn du magst kannst du dich gerne auf meinem Blog anmelden
    würde mich sehr freuen
    alles liebe Sterntalerchen

  7. Ich bin Dir gefolgt durch die schöne alte HolzTür und bin begeistert, was ’ne schöne Gegend Du da bewohnst und freue mich mit Dir ob Deiner PhotoAusflüge. Habe mir am letzten Sonnabend auch mal wieder den Luxus geleistet, mit dem Rad an meinem HausFlüßchen Ryck längszufahren und habe auch den HerbstDuft aufgesogen, den letzten Mohn photographiert und an einer meiner liebsten Orte der Stadt an der NordMole verweilt und Schiffe geguckt,
    GLGr aus der schönsten hansestadt am Ryck vom Wolfgang.

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