Wo anfangen? Wo aufhören?

Kennt ihr das auch? Man könnte Bücher schreiben über all das, was so passiert. Aber dann lässt man es doch besser. Schließlich ist das Internet ein offenes Buch ohne Radiergummi. Und wenn etwas erstmal geschrieben steht, dann kann es jeder wegtragen, weiter sagen und Unfug damit treiben. Also bleibt der Bleistift angespitzt liegen. Die Gedanken kreisen im Kopf und man muss auf andere Weise zusehen, dass zu viele Gedanken den Kopf nicht überlasten. Denn er wird ja noch gebraucht.

Die Winterzeit zeigt ihre Nachteile. Nach Feierabend ist es früher dunkel. Man hat irgendwie nichts mehr vom Abend. Mich erschlägt die Müdigkeit regelrecht. Ich schlafe zwar nach wie vor gut nachts, aber ich bin morgens exakt eine Stunde früher wach, also um den Schlaf betrogen. Das nervt. Jeden Abend versuche ich früher und früher und früher ins Bett zu kommen. Gelingt mir nicht. Schon ist es gleich wieder 22 Uhr. **grummel*

Und dann ist gerade eine stressige Zeit im Job, Umbruch an allen Ecken und Enden. Vorallem an meiner Ecke. Nicht ungut für mich. Aber es rollt ne Menge Arbeit auf mich zu. Arbeit, die mir sicher Spaß macht. Wenns nur nicht zuviel wird. Es reizt mich, ist ne Herausforderung. Mal sehen. Habe ein bisschen Muffensausen. Mr. DankefürdeineSorgen baut auf mich und meine Erfahrung, zieht mich aus dem Schatten bisschen mehr ins Licht. Das freut mich einerseits, setzt mich unter Zugzwang andererseits. Er dreht das Rad ein wenig zurück und tut, was wir alle uns schon lange gewünscht haben. Und ich habe eigentlich schon Ja gesagt. Kann und will auch gar nicht mehr zurück. Angst vor der eigenen Courage?

Dazu kommt, dass ich meinen Hunger – nach was auch immer – am liebsten mit 24 h essen stillen möchte. Ich würde, wenn die Vernunft nicht siegen würde, alles kurz und klein fressen. Am liebsten noch die Tapeten von den Wänden knabbern. Ich glaube, ich bin in Wahrheit ein Bär und möchte vor dem Weg in die Höhle mir ein bisschen Speck für den Winterschlaf anfuttern. So fühle ich mich gerade. Eichhörnchen sammeln auch Eicheln für schlechte Zeiten, für kalte Zeiten, für harte Zeiten. Warum darf ich das nicht?

Ich weiss wieso. Weil ich wieder ne Taille sehe, wo lange keine mehr zu sehen war. Ich freue mich gerade so über die Rückkehr meiner Figur. Und ich fühle mich momentan so wohl in Haut und Haaren, wie lange nicht mehr. Eigentlich ne gute Zeit, gerade. Aber ich rieche den Stress. Es ist so wie die Ruhe vor dem Sturm, wenn alle Vögel schon schweigen in Erwartung von dem, was da kommt. Bisschen ungut, diese Ruhe.

Also wünscht mir mal bitte Glück. Ich habe die Befürchtung, ich kann es gebrauchen. Hab ich nicht gesagt, ich wollte nicht darüber schreiben? Mist, nun isses schon wieder passiert. Na ja. Ich habe ja nicht Ross und Reiter genannt. Und Böses habe ich auch keinem getan.

Also, wenn euch einer fragt: Ich hab nix gesagt. Ich nicht.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Wo anfangen? Wo aufhören?

  1. shelkagari schreibt:

    Meine Liebe, ich wünsche dir von ganzem Herzen Glück, jede Menge Glück! 😀

  2. chinomso schreibt:

    Danke meine Liebe. Das freut mich.

  3. Bellana schreibt:

    Klar wünsche ich Dir Glück. Ich kann dummerweise auch noch nicht wieder länger schlafen und die späteren (im Vergleich zur Sommerzeit) Essenszeiten muss mein Körper auch wieder lernen. Es wird aber täglich besser.
    Grüßle Bellana

  4. paradalis schreibt:

    Ich wünsche dir ganz viel Glück, liebe Frau Chinomso!
    Und du weißt ja, bevor du Tapeten aufisst, greif bitte zum Telefon. Ich erzähle dir dann etwas, was dich vom Tapetenknabbern abbringt.

    Tapeten sind schwer verdaulich, sie liegen wie ein Stein im Magen. Und da hast du doch gerade gefühlte andere Steine liegen, wo soll dann noch die Tapete hin??

    Ernsthaft: Ich halte die Daumen, für alles, was dich beschäftigt. Und ich bin ganz sicher, du packst das! Wer dafür sorgen kann, dass die verschollene Figur zurückkommt, der schafft auch noch ganz andere Dinge. Denn das mit der Figur erfordert soviel Konsequenz, Kraft, Willensstärke, da ist alles andere ein Klacks!!
    Vertraue auf deine Fähigkeiten!
    Und du weißt ja, man wächst auch mit den Aufgaben. Einen habe ich noch, der mich gerade bei meinem stressigen Außendienst immer aufmuntert. 🙂 Ein kluger Mann unserer Firma hat einmal gesagt:
    „Einmal blamieren am Tag ist normal.“ Das nimmt auch niemand übel, da sieht man drüber weg.
    Du packst das!!

    Liebe Grüße an dich,
    Heike
    🙂

  5. Träumerle Kerstin schreibt:

    Oh man, ich bin am Grinsen. Das mit der Futterei geht mir momentan genauso. Ich denke ständig nur ans Essen. Ich hab aber auch immer Hunger. Süßes, Brot, ein Happen Salat, eine Milchschnitte, dann wieder ein Zipfel Wurst – ich fühle, wie ich zunehme. Steige gar nicht erst auf die Waage und sage mir, das kriegst du wieder hin. Nur wie – und wann? Och mensch, wir sind echt gestraft.
    So, nun kommt in einer Stunde mein Student nach Hause und schaut, was es zu essen gibt 🙂
    Liebe Grüße von Kerstin.

  6. Jorge D.R. schreibt:

    Glück wünsch ich dir nicht. Das wäre Quatsch.
    Aber ich rede zum ersten mal total ernsthaft mit dir.
    Authentisch nennt man das auch. Und ich tue es sogar öffentlich.
    Also:

    Was dich bewegt, ist wichtig für dich.
    Also tue es! Mach es, Chinomso!
    Was den Prozess ( den Fortgang des Geschehens ) betrifft,
    sind nur drei Dinge für dich wichtig:
    1) Verdopple die Anstrengungen mit deinem Fitnessprogramm
    2) Lachen kannst du überall (tust du vermutlich sowieso).
    3) Weinen geht nur beim Wildhüter (dafür fühlt der sich (hoffentlich) sowie zuständig)

    Deine zwei Fragen sind leicht zu beantworten.

    Wo anfangen? – bei DIR
    Wo aufhören? – bei DIR
    Und zwischen den Fragen immer wieder an IHN an lehnen.
    Also Chinomso -ich bitte dich – it’s so easy!

    Hasta Luego
    Jorge D.R.

    PS:
    wo ich bin, wird noch nicht verraten ;-(

  7. ute42 schreibt:

    Obwohl du überhaupt nichts gesagt hast, wünsche ich dir trotzdem von Herzen viel Glück 🙂

  8. april schreibt:

    Ja, ich kenne das auch. Je mehr passiert, in real oder im Kopf, desto weniger kann man schreiben – manchmal. Oder wenn man eine Pause gemacht hat, wo dann wieder anfangen? Und manchmal ist es einfach besser, sich auf das richtige Leben zu konzentrieren.

    Es liest sich, als seist du hin- und hergerissen. Aber so patent und lebensfroh wie du bist, wirst du schon die richtige Entscheidung treffen. Ein gutes Händchen dabei wünsch ich dir,
    April

  9. Ruthie schreibt:

    Ich denk an Dich und drück Dich *drüüück*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s