Vielen Dank für euer Interesse

…und eure Meinung. Bis hier hin.

Hunderttausend Klicks. Das ist erstaunlich. Suchmaschinen mussten draussen bleiben.

Aber es ist auch an der Zeit, mal zu überlegen, ob das eigentlich Sinn macht. Das Blog schreiben. Vieles ist schon so oder so ähnlich gesagt worden. Wie ihr gemerkt habt, ist hier nicht so besonders viel los in letzter Zeit. Ich schreibe wenig, ich lese woanders wenig und kommentiere noch weniger. Und selbst das finde ich noch zuviel. Es gibt so viele andere schöne Sachen, die man machen kann.

Gerade weil Fasten in aller Munde ist, faste ich fast auch. Auch wenn es mir dabei mal nicht ums Essen geht, spielen andere Dinge ein Rolle, ohne die ich nicht mehr auskommen will. Davon will ich mehr anstatt weniger. Und so werde ich die Fastenzeit mal nutzen um nachzudenken und am Ende zu entscheiden. Und Ostern werde ich wissen, wie es hier in meinem Blog weiter geht. Anders oder nicht mehr. Diese Entscheidung wird sicher auch beeinflusst durch die Tatsache, dass es mir in Bloggershausen gerade nicht so gut gefällt. Entweder es wird gestritten, aufeinander herum gehackt, hinter dem Rücken übereinander her gezogen oder es herrschen die drei Affen und Friede-Freude-Eierkuchen ist das Schutzschild für jede echte Meinung. Das taugt mir nicht. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Und zum Glück gibt sie, die wenigen Blogs, die anders sind.

Mit steigendem Alter befreie ich mich von Zuständen, die mir nicht gefallen und ich trenne mich auch mit einem Lächeln von Leuten, die mir nicht gut tun. Das hätte ich vor zehn Jahren nicht geschafft. Auch deshalb, weil man das doch nicht macht. Weil ich dachte, ich muss mich mal weiterhin bemühen und schön geduldig sein. Das wird schon. Ich habe mich dann ein bisschen sehr verbogen und um Leute herumgerankt bis es einigermaßen passte. Das war aber so dann meistens für mich eine unbequeme Lage. Und das will ich nicht mehr. Daher gilt es jetzt zu prüfen und gegebenfalls den Blinker zu setzen und abzubiegen. Gas geben und sich frei machen. Seelischer Frühjahrsputz. Fasten, sich reinigen, los lassen.

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25 Antworten zu Vielen Dank für euer Interesse

  1. theomix schreibt:

    Eher ganz wenig als gar nicht. Das ist meine Empfehlung, auch meine Notbremse – die ich bisher nicht betätigen musste.

    Ich sehe deine Alternative nicht so. Aufgrund von Unschönem habe ich eine Seite mit Kommentarregeln, arbeite im Extremfall mit Ausschlüssen (1,5 mal durchgeführt) und manche Kommentare veröffentliche ich nicht. Wie es mir ginge, wenn woanders über mich hergezogen würde? Ich müsste es mir gut überlegen. Viel spräche dafür, gar nichts zu tun. Siehe „Streisand-Effekt“.
    Seither läuft es wieder gut, ich habe nicht den Eindruck, ich müsste mich verbiegen oder künstlich schweigen. Und denen, die kommentieren geht es ähnlich – hoff ich mal.

    • chinomso schreibt:

      Nein, hier im Blog gibts weder Kommentare, die ich löschen muss (außer dem echten Spam) noch böses Blut. Und ich bin in die Streitereien nicht verwickelt. Das ist nicht der Punkt.

      Aber wenn ich lesen gehe, dann geht mir dieses Gezergel in Bloggersdorf auf den Nerv. Da geht man gut gelaunt lesen und dann sowas. Neee, dann lass ich es lieber. Da ist mir meine Zeit zu wertvoll.

      Das mit dem Verbiegen war eher auf das wahre Leben bezogen.

      • theomix schreibt:

        Bloggen ist doch teil des wahren lebens. 😯
        Für das andere: ich hab da so meine „trostblogs“ und -seiten. Die kommen sicherheitshalber zum schluss der runde dran.

  2. april schreibt:

    Jetzt sausen mir gerade 1000 Gedanken durch den Kopf …
    Die Querelen in Bloggershausen sind (vorerst) beigelegt; zumindest ruhen sie, bei manchen um den Preis, keine eigene Meinung zu äußern (wie du sehr richtig schreibst) oder auch keine zu haben. Das war ja das Problem (oder ist es noch), was mich seit einiger Zeit beschäftigt: um Klicks zu bekommen, wird ‚geliked‘ und ‚kommentiert‘, was das Zeug hält. schlechte Fotos werden mit Begeisterung aufgenommen und je sinnentleerter ein Beitrag ist, um so mehr Kommentare (meint man manchmal). Aber es ist tatsächlich nicht überall so. Ich habe mir die Kommentare bei mir in letzter Zeit noch mal angeguckt und finde, dass da zu einigen Themen ein richtiger Austausch stattgefunden hat. Und das ist einer der Punkte, warum ich blogge.
    Hast du eigentlich bei mir gelesen, was Liisa in zwei Kommentaren geschrieben hat? Das hat mich davon abgehalten, den ‚Krempel hinzuschmeißen‘, denn ich war nahe dran, Bloggershausen zu verlassen, so wie du jetzt.
    http://april11.wordpress.com/2012/02/15/die-leichtigkeit-des-bloggens/#comment-25363
    http://april11.wordpress.com/2012/02/15/die-leichtigkeit-des-bloggens/#comment-25369
    Bitte lies das nochmal, bevor du dein Blog aufgibst.
    Ich schreibe in einem zweiten Kommentar weiter …

    • chinomso schreibt:

      Was Liisa schreibt, bringt es geradezu perfekt auf den Punkt.
      Ich sehe mein Blog auch als eine Art Archiv.
      Manchmal schaue ich nach: Was war wann?
      Aber nur Archiv, das könnte ich dann auch offline bearbeiten.
      Und das wäre, das geb ich zu, sehr viel langweiliger.

      Na ja. Ich denke da noch ne Weile drauf herum. Aber vielen Dank dafür, dass du mich zu Liisas Kommentar geführt hast. Der wäre mir sonst entgangen. Und der hilft mir beim Überdenken.

  3. april schreibt:

    Dass du eine Pause machst, ist sehr gut, das klärt so manches, das reinigt und du wirst dir hoffentlich darüber klar, wie es weitergehen soll. Eines weißt du ohnehin: dass ich und sicher auch viele andere deine humorvolle Art, die Dinge zu beschreiben und deine Geradlinigkeit und Ehrlichkeit vermissen würden.

    Was du über das Abwerfen von Ballast schreibst – sehr richtig. Ich hatte das mal vor zwei Jahren oder so thematisiert und weil sich das auch auf Menschen bezog, die einem nicht gut tun, wurde ich heftig kritisiert. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass man es zumindest in ‚Bloggershausen‘ so halten sollte: sein lassen, was einem nicht gut tut. – als ob das so einfach wäre! Damit ringe ich noch immer, denn es könnte sein, dass man nette Menchen vor den Kopf stößt und das will ich wiederum auch nicht.

    Wegziehen von Bloggershausen? Ein anderes Bloggershausen? Keine Ahnung …

    Alles Liebe dir in deiner Fastenzeit,
    April

  4. ute42 schreibt:

    Eine Fastenidee, die mir sehr gut gefällt. Ich spreche jetzt vom realen Leben. Den Bekanntenkreis ein wenig auszusortieren schadet nie. Ich bin inzwischen so weit gekommen, dass ich mich mit den Leuten abgebe, die mich so akzeptieren wie ich bin. Verbiegen tue
    ich mich nicht mehr. Dazu gehört aber auch, dass ich meinerseits die Menschen so akzeptiere,
    wie sie sind. Wenn das gar nicht geht, was ab und zu mal vorkommt, dann nehme ich einfach Abstand.

    • chinomso schreibt:

      Mein Mann versteht das nicht, wenn ich Abstand nehme von Leuten, die mich z.B. kränken. Auch wenn ich das mit denen bespreche, die aber darauf beharren, dass ich „mich anstelle“. Da ist bei mir ne Grenze erreicht. Das muss ich mir nicht geben.

      Es ist mir öfters schon passiert, dass ich was schreibe und es gibt viele Klicks, aber nur betretenes Schweigen. Das ist dann amüsant. Wenn man keine main stream Meinung hat, dann muss man damit leben, dass die Leute kopfschüttelnd und ratlos davor stehen. Sie sind überfordert, wenn sie nicht den „I like“ Button drücken können und alles immer super und schön und toll finden können. Dann trauen sie sich nicht, den Mund auf zu machen. Sie wissen nicht: Wie sag ich es am besten? Und sie ziehen es vor, betreten zu schweigen. Warten dann besser auf diese beliebten Schmuse-Artikel.

  5. tonari schreibt:

    Ich komme so, so gerne hier vorbei, auch wenn ich nicht immer meinen Senf dazu gebe. Es waere wirklich schade, wenn du uns verlaesst, waere doch Bloghausen um einiges aermer ohne Dich und deinen wunderbaren Humor.
    Fasten – ach ja, ich seit heute auch…
    Vielleicht tut mir die Fastengelassenheit in all der Unrughe um mich herum gut.

    • chinomso schreibt:

      April hat es schon gesagt. Es wird weniger sein. Ich werde nur schreiben, wenn mir danach ist. Und mich nicht verpflichtet fühlen, wieder mal was hören/lesen zu lassen. Denn das war bisher manchmal so.

      Ich kann mir auch nicht vorstellen den harten Kern der Blogger, die mir wichtig sind aus den Augen zu verlieren. Dazu gehören natürlich auch die Tonaris. Keine Frage.

  6. shelkagari schreibt:

    Ich würde dich hier sehr vermissen, würdest du das Bloggen ganz aufgeben. Ich fühle mich auf deinem Blog sehr wohl, weil man hier auch mal klare Ansage machen kann, ohne dass der/die Admin gleich beleidigt ist oder böse wird. 😉
    Seitdem ich mir verinnerlicht habe „Mein Blog – mein Revier – meine Regeln“ macht mir das Bloggen wieder richtig Spaß. Wo’s mir nicht gefällt, egal, ob das jetzt nur ein einzelnes Thema ist oder ein Blog insgesamt, klicke ich weg. Das schont in jedem Fall die Nerven. 😉
    Das WWW ist irgendwie ja nur ein Abbild des „realen Lebens“. Also gibt es auch im Internet samt und sonders die guten und die weniger guten Dinge. 😉
    Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn du dich dazu aufraffen könntest, weiter zu machen…

    • chinomso schreibt:

      Ja liebe Freidenkerin, man kann ja auch ein bisschen umdenken. Die Freiheit nehmen wir uns. Das lohnt sich auf alle Fälle. Ich möchte einfach das schreiben, wonach mir ist. Und wer das merkwürdig findet, der kann oben rechts das kleine Kreuz zu Hilfe nehmen.

  7. Frau Fröhlich schreibt:

    Hmmm, also die blöden Blogger, die man selbst als blöd halt empfindet, sollten einem doch das Bloggen nicht vermiesen, sondern einem am Allerwertesten vorbeigehen 😉

    Man hat eben zwischendurch mal weniger zu sagen, einfach keine Lust oder sonstige Gründe, um den Blog für eine Weile kaum zu füllen.

    Bei mir ist es im Moment schlicht und ergreifend fehlende Zeit. Nur die „Sprüche des Tages“ sind täglich online und zwischendurch eben mal ein anderer Artikel. Zur Blogrunde komme ich auch so gut wie gar nicht. Das letzte Mal, dass ich hier war, ist auch schon eine Weile her. Aber so ist es eben. Du wirst mir das als Blogbetreiberin ja auch nicht übel nehmen und genauso wenig nehme ich es übel, wenn jemand eine ganze Weile bei mir nicht bloggt oder eben nur liest 🙂 Jeder sollte das machen dürfen, was ihm beliebt … also lass dich nicht vertreiben oder dir den Spaß nehmen und nimm dir einfach eine Auszeit.

    Ich schreibe meinen Blog ja auch am ehesten für mich. Ein Tagebuch der anderen Art halt und ein Fotoalbum zugleich, welches ich teilen möchte.

    Es kommen auch wieder andere Zeiten, in denen das Bloggen wieder mehr Spaß macht und man einfach mehr Zeit hat.

    Liebe Grüße
    Frauke

  8. Sigrid schreibt:

    Ich frage mich schon die ganzen 2,5 Jahre, die ich jetzt in der Bloggerwelt verkehre, warum sich manche Leute so in die Haare bekommen und warum immer wieder darüber nachgedacht wird, ob man jeden Tag einen Post veröffentlochen muss. Ich schaffe es gar nicht jeden Tag zu schreiben und bin froh, wenn es mir gelingt, zumindest bei den ersten Blogs in meiner Reader-Liste auf dem Laufenden zu bleiben. Vom Kommentieren rede ich schon gar nicht. Heute ist einer der seltenen Abende, an denen ich mal richtig Zeit für meinen Reader habe.

  9. paradalis schreibt:

    Für mich ist „Bloggen“ nach wie vor eine Gelegenheit, zu schauen, wie es euch geht, wie es dir geht. Womit du dich gerade herumschlägst, sofern du darüber schreibst. Klar, man könnte auch telefonieren, aber nur allzuoft reißt man den Angerufenen aus irgendeiner Beschäftigung … Und so liest man nach, schaut, wie es dem Anderen geht.

    Verlass uns nicht ganz, liebe I., du würdest mir fehlen.
    Und das gilt ganz genauso für all die anderen Lieben, die ich in meiner „Bloggerzeit“ kennengelernt habe, die ich mag, und ohne die ich auch um einiges ärmer wäre.
    Eigennützige Gründe also?

    Ich weiß es nicht.
    Ich weiß nur, dass ihr mir fehlen würdet.

    Herzliche Grüße
    Heike

  10. Ab und zu stehen wir alle vor der Frage: Was mach ich hier eigentlich. Wenn ich nixx mehr zu sagen hab, kann ich auch den Mond halten oder wie das heißt. Irgendwie finde ich aber auch wieder, wenn ich ein schönes Bild gesehen habe, möchte ich es nicht auf meiner Festplatte versauern lassen, sondern die „DraußenWelt“ teilhaben lassen, oder wenn Sachen laufen in unserer Stadt oder im Land, wo mir der Kamm schwillt, dann möchte ich auch mal laut herummotzen. Was ich auch schon oft zur Mari aus Königsbrück gesagt hab, meiner ersten und langjährigsten InternetFreundin: Wir sind nicht Sklaven unserer Technik und sollten nur was bloggen und senden wenn es UNS Freude bringt. Und wenn ein paar Tage oder auch länger Ruhe aufm Sender ist – die, die Dich mögen, kommen trotzdem immer mal wieder gucken, ob was neues zu lesen ist. In diesem Sinne wünsch ich Dir, liebe Chinomso, eine gute Zeit, gute 40Tage Ohne, streßfreie und erholsame temporäre TastenAbstinenz, nach der es Dir auch wieder Spaß machen möge. Gaaaanz liebe Grüße aus der frühlingsmilden Stadt am Meer vom Wolfgang.

  11. Ruthie schreibt:

    Liebchen, ich könnte auch nicht ohne Dich! Das würde mir total fehlen, auch wenn ich manchmal nicht hinterher komme mit dem Lesen… Mach einfach, wie DU denkst. Ist ja DEIN Blog!

    Ich bin froh, Dich zu kennen!♥

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