Wo Licht ist, ist auch Schatten…. Die Konzert Nachlese

Das Gospelkonzert war schon ganz schön….. ähm, oberflächlich betrachtet und sicher für die meisten Besucher unseres Konzertes auch. Aber für uns Insider, diejenigen die seit Januar an dem Programm geprobt haben, war es nicht zufriedenstellend.Wir sind so unzufrieden wie kein Jahr davor.

Ich habe heute die Videos gesichtet, die der Wildhüter gemacht hat. Und ich werde keins in meinem youtube Kanal hochladen. Denn keiner der drei aufgezeichneten Songs konnte meine persönliche Gütekontrolle passieren. Kann sein, das liegt daran, dass ich die Tochter eines Gütekontrolleurs bin. Ich bin ja sehr streng. Aber es geht nicht anders.

Meine Überlegungen gehen sogar soweit, dass ich nächstes Jahr wohl wieder mitmachen werde, aber nur für den Fun. Und ich werde nicht am Konzert teilnehmen. Klingt bisschen unsinnig. Ist es sicher auch. Aber ich bin da mal egoistisch. Denn der Spaß ist nach wie vor riesengroß, auch wenn das Ergebnis am Ende nicht befriedigt. Ich werde in 2013 also mitsingen, einstudieren und am Ende den Chor nicht beim Konzert stärken, sondern weg bleiben. Ich sehe keinen anderen Weg.

Ich möchte euch aber schon wissen lassen. warum ich das so plane. Dazu muss ich bisschen ausholen. Also: Es sind zwei Chorleiter, waren es immer schon. Die wechseln sich ab. Einer hat die flotten, spritzigen Songs am Start und übt sie mit uns eine um die andere Woche ein. Im Wechsel mit dem anderen Chorleiter, der die eher getragenen Lieder und die vorwiegend sakralen in deutscher Sprache übernimmt.

Nun wollen beide neben dem stimmgewaltigen Klangerlebnis und dem Erfolg, so einem großen Haufen schöne Songs einzutrichtern, auch ihre eigenen Interessen vertreten. Das ist nachvollziehbar. Aber für mich nur solange, wie es dem Gesamtergebnis gut tut. Und das tut es definitiv nicht mehr. Denn, wenn einer der Chorleiter sich Soloparts reserviert und seinen Familienmitgliedern und besten Freunde auch und dabei der Qualitätsaspekt außen vor gelassen wird, dann hört für mich der Spaß auf. Das zerstört die Arbeit des gesamten Chors von – in diesem Jahr ca. 90 Leute zwischen 14 und 74- und das ist mehr als schade. Das ist einfach ein Unding.

Die Crux ist – Der Chor probt die ganzen drei Monate nur mit Keybordbegleitung. Und die Solisten proben mit unserer Band vorab ausschließlich alleine, an anderen Terminen, fernab vom Chor. Wir erleben bzw. erleiden das Ergebnis erst beim Konzert. Und wir stehen mitunter völlig geplättet auf der Chortreppe und können es einfach nur nicht fassen, was wir da zu hören kriegen. Peinlich berührt. Da spielt die Gattin Violine, und das so, dass selbst Laien die Fehler deutlich raushören können. Verdirbt die schönsten Songs.

Neue Solisten, von uns dieses Jahr aktiv vorgeschlagen, werden nur zähneknirschend angenommen und dann auch nur, wenn einer der alten Solisten oder der eine Chorleiter selber an die Seite gestellt wird und damit das Ergebnis wieder zunichte macht. **haare rauf**

Mich machts traurig. Und, würden wir uns erdreisten die Chorleiter drauf anzusprechen, dann wärs das mit dem Projekt. Wir, die Chormitglieder haben schon beratschlagt und sind uns sicher: Sagen wir was, dann ist das Projekt nach 14 Jahren in Folge zu Ende. Und wir alle schießen uns ins Knie. Denn alle sind große Fans dieses Projekts und haben die drei Monate Chorerlebnis fest als Freude-Baustein in ihren Jahresablauf eingeplant.

Tja, da ist guter Rat teuer. Habt ihr einen für mich?
Was tätet ihr denn an meiner/unserer Stelle???

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10 Antworten zu Wo Licht ist, ist auch Schatten…. Die Konzert Nachlese

  1. freiedenkerin schreibt:

    Ich denke, ich würde das genau so sehen wie du. Vielleicht wäre ich sogar noch einen gut Teil extremer und würde mich ganz zurück ziehen…

    • chinomso schreibt:

      Dann hätte ich selbst das Nachsehen, denn ich müsste auf den Spaß der Proben verzichten. Viele dieser Leute treffe ich das ganze Jahr nicht, nur immer von Jan.- April bei den Chorproben. Und da ist echte Wiedersehensfreude. Auf beiden Seiten.

      • freiedenkerin schreibt:

        Ja – da hast du natürlich völlig Recht. Die Freude und den Spaß bei den Proben solltest du dir auch weiterhin nicht entgehen lassen. Vielleicht tritt ja im Laufe des Jahres eine Wende zum Besseren ein…

        • chinomso schreibt:

          Wäre beinahe zu schön um wahr zu sein.
          Wir haben auch immer die Einnahmen der Konzerte und der CDs für bedürftige Leute aus der Region gespendet. Das wurde auch geändert. Jetzt ist die Tochter des einen Leiters im Ausland und deshalb geht die Spende dahin. Und keiner wurde gefragt, wie er das findet. Find ich nicht okay. Es sind auch unsere Bemühungen, die die Einnahmen erbringen. Du siehst, mehrere Ärgernisse sind da am Start.

          Und vielen Chormitgliedern geht es so wie mir damit.

          • freiedenkerin schreibt:

            Oh, das mit dem Verwendungszweck eurer Einnahmen finde ich aber schon äußerst bedenklich! Das hat aber ein G’schmäckle, mein lieber Schwan!!!

            • chinomso schreibt:

              Und auch das haben wir wieder erst beim Konzert erfahren.
              Das ist keine Art. Echt nicht. Er macht auch immer so den Eindruck, dass er sich unwohl fühlt in unserer Mitte. Er schaut immer so verhuscht. Kann einem nicht in die Augen schaun. Nicht während der Proben, da tut er betont frühlich, aber davor und danach.

              Je mehr ich drüber nach denke, umso saurer werde ich.

  2. april schreibt:

    Sind die Chorleiter denn unersetzbar? Gibt es keinen anderen, der das machen könnte?

    Und dann: Stell dir vor, es ist Auftritt und keiner geht hin. Wenn das außer dir noch andere machen, platzt die Aufführung.
    Man muss tatsächlich aufpassen, dass man sich nicht selber den Spaß verdirbt.

  3. Gedankenkruemel schreibt:

    Ich sehe es so wie du liebe Iris.
    Da ist schwer zu raten. Traurig ist es, da ihr alle
    dran hängt und es euch Freude macht.
    Aber das die Einnahmen einfach so über eure
    Köpfe angewand werden ist ziemlich stark ja bedenklich.

  4. zimtapfel schreibt:

    Ist der Chor denn unter irgendeiner Trägerschaft? Sprich, Verein, Kirchengemeinde, etc.?
    Dann würde ich das Thema evtl mal bei einer übergeordneten Stelle zur Sprache bringen.

    • chinomso schreibt:

      Nein, kein Träger. Alle arbeiten immer ehrenamtlich. Und den Chor gibts auch nicht das ganze Jahr über sondern immer nur für paar Wochen. Jedes Jahr neu.

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