Bussi Bussi

Darum geht es hier mal nicht.

Das Thema ist kontrovers und scheinbar gerade in beinahe aller Munde. Und das hat mit Lippen zu tun. Und auch mit Lippenbekenntnissen. Für viele ist es ein Aufregerthema, für andere immerhin ein Hingucker. Und für wieder andere ein Gedankenanstoss. Unter dem Stichwort Mundpropaganda macht sich das Männermagazin GQ gegen Intoleranz bzw. Homophobie stark.

„Leben und leben lassen“, das war und ist meine Einstellung. Jede(r) so wie er/sie mag. Und mir steht es nicht zu, zu urteilen. Oder gar zu verurteilen. Damit bin ich immer gut gefahren. Und dann kommt mein ABER. Ich muss das ehrlicherweise schon sagen: Es ist ein ungewöhnlicher Anblick. Und ich merke, dass bei aller Vernunft sich gewisse Anteile in mir dagegen wehren. Kann man sowas überwinden? Sollte man? Muss man gar?

Ich bin nicht sicher. Und ich glaube, ich kehre zu meiner altbewährten Einstellung – Leben und Leben lassen – zurück. Ich muss nicht alles verstehen und schon gar nicht alles gut finden, was es gibt auf dieser Welt.

Das kann mir keiner verbieten. Ich bin nicht dagegen, aber auch nicht dafür. Ich lasse jeden das tun, was sein Herz ihm rät.

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9 Antworten zu Bussi Bussi

  1. Lutz schreibt:

    Du hast vollkommen recht. Jeder soll nach seiner Fashion glücklich werden. Für mich ist es auch ein ungewöhnlicher Anblick. Dir noch einen schönen Abend. L.G. L.

  2. theomix schreibt:

    Einfach darüber nachdenken, die eigenen und fremden Gewohnheiten in Frage stellen. Das führt ins Weite und hilft gegen Hau-drauf-Argumentation.
    Ich merke auch bei solchen Bildern, das ist mir fremd, es bleibt mir fern. Ich kam es mir für mich nicht vorstellen, selbst als „Show“ wäre es mir unangenehm. Was sagt das über andere aus, die das machen? 😉

    • Chinomso schreibt:

      Das sagt über andere, die das machen, nichts aus. Finde ich.

      Die können das. Man(n) selber eben nicht so. Das ist kein Widerspruch.
      Pelham hat im Interview gesagt, dass es ihm extrem schwer gefallen ist. Der hat das aber gemacht für die Signalwirkung. Für den „Denk-mal-nach“ Effekt.

  3. freiedenkerin schreibt:

    Genau – leben und leben lassen…

  4. Ruthie schreibt:

    Womit Du wieder mal ziemlich Recht hast *bussi-bussi* ! ♥

  5. Anna-Lena schreibt:

    Vieles, was wir sehen und anschauen, ist ungewohnt. Aber nicht alles stellen wir so in Frage oder tun uns damit schwer.
    Ich bemühe mich da auch um Toleranz und Akzeptanz, denn ich denke, diese Menschen haben oft einen langen Weg hinter sich, bis sich sich geoutet haben und so leben, wie es ihr Bedürfnis ist.

    Ich bin und bleibe hetero,
    und das ist gut so 😉 .

  6. torenia schreibt:

    Ich hatte das gar nicht mitbekommen.

    Wenn ich mir jetzt die Fotos anschaue… – ich find’s doof!!!
    Was soll das? Versteh ich nicht.

    Ich habe nichts gegen Homosexualität. Gar nichts.
    Und wenn sich Männer oder Frauen küssen -. warum nicht? Auch das entlockt mir keine Reaktion.
    Jedem das seine. Mein Weg ist auch nicht jedermanns Weg… – also warum sich aufregen…

    Ich habe aber entschieden etwas gegen solche bescheuerten Fotos.
    Was soll dieses Zur-Schau-Stellen von „ach ich bin ja so offen und tolerant“?
    Das sind Lippen-aufeinander-drück-Fotos ohne jegliches Gefühl und Leidenschaft. Und sowas finde ich bekloppt – ob zwischen Männer und Frauen, zwischen zwei Männern oder zwei Frauen. Egal. Sowas muss ich nicht sehen.

    VÖLLIG bescheuert.
    Meine Meinung.

  7. Franka schreibt:

    Sie meinen es gut und nutzen ihre Prominenz für eine gute Sache: Werbung für mehr Toleranz. Ich allerdings bin ‚altmodisch‘ und finde das Küssen auf die Lippen sehr intim, weshalb es für meinen Liebsten alleine vorbehalten ist. Auch meine Söhne würde ich nie auf die Lippen küssen. Deshalb gefällt mir die Kampagne nicht so besonders. Es ist für mich durchaus in Ordnung, wenn sich zwei Männer auf den Mund küssen, aber nicht zu Showzwecken.

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