Bonbon im Mund

Kennt ihr Bonbons, die man monatelang Tag und Nacht im Mund hat und die nicht weniger werden? Ich auch nicht. Aber mir ging es seit Mitte September so. Ich hatte das Gefühl, permanent ein Bonbon im Mund zu haben. Wie es dazu kam könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Am 18. September wurde der kleine Knabberfreund aus meiner Kindheit also da abgeholt, wo er so viele Jahre gute Dienste getan hatte. Aber da er übelst wackelte, wollte ich das vor meinen Ibiza Urlaub mit Ruthie noch erledigt haben. Ich bekam ein Provisorium, was seinem Namen alle Ehre machte. Aber sicher sind meine Ansprüche an so eine Vorrichtung auch einfach zu hoch gewesen. Es wackelte mir einfach zu sehr. Dann war da die ständige Angst, dass es zerbrechen könnte, dass sich die Klammern lösen könnten, mit denen es an den anderen Zähnen befestigt war. Nicht mehr kraftvoll zubeißen zu können – auch das war mir völlig neu und ungewohnt. Am aller-aller-allerschlimmsten aber war für mich, dass ich nicht mehr richtig reden konnte.

Da möchte man zum Logopäden laufen. Das klingt ungefähr so, als wenn man sich einen großen Hubba Bubba Kaumgummi unter den Gaumen klebt. Und der MUSS drin bleiben, auch beim Essen. Auch nachts.  Küssen verboten…. sag ich nur. Es war zum Haare raufen. Manchmal hat es mir regelrecht die gute Laune verhagelt.

Und dann kamen viele Termine beim Zahnarzt. Jedes Mal bin ich dahin gelaufen in dem Glauben: „Heute geht es endlich los mit der Sanierung.“ Aber nein, es gab immer neue Erklärungen warum man erst dies und das und jenes machen müsse, bevor es mit der Schließung der Baugrube weiter gehen könne. Klar, ich wollte eigentlich schon seit Jahren den Sondermüll Amalgam aus meinem Mund entfernen und gegen Keramik austauschen lassen. Aber musste das denn alles noch vor der Knabberleisten Restaurierung sein? Ich war wirklich dem Verzweifeln nahe. Noch dazu kam, dass meine behandelnde Zahnärztin, eine von vielen in einer Gemeinschaftspraxis, nur zwei Tage pro Woche halbtags arbeitete. Das wusste ich vorher nicht. Und es ist eh schon schwer genug Termine in einer Praxis für Implantologie zu bekommen. Also ist man froh und dankbar, dass die überhaupt was machen an der Knabberleiste.

Anfang des Jahres habe ich aber mal energisch und mit einigem Nachdruck auf einen etwas flotteren Ablauf gepocht. Und siehe da? Auf einmal gings. Vor zwei Wochen wurden quasi die Fundamente gelegt. Das war eine echte zweistündige Tortour. Aber egal. ***Was mich nicht umhaut macht mich stark***

Und…. tataaaaaaaaaaaaaa…. morgen ist der „Bonbon ade – Tag“. Ich habe um 09:30 Uhr meinen lang ersehnten Zahnarzt Termin  bei dem die Knabberleiste wieder in einen annehmbaren Zustand versetzt werden wird. Einem breiten Hollywood Lächeln steht dann nichts mehr im Wege.

Frohlocket bitte gemeinsam mit mir.
Halleluja – luja-luja-luja, sog i.

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13 Antworten zu Bonbon im Mund

  1. freiedenkerin schreibt:

    Da stimme ich doch sehr gerne in dein Frohlocken mit ein! 😉

  2. Lutz schreibt:

    Jetzt kriegst du Zähne wie Sterne. Nachts kommen sie raus. Ich wünsche dir das alles glatt geht. L.G.

  3. ute42 schreibt:

    Ich halte die Daumen, dass alles so gelingt, wie du es dir wünschst. Zahnarzt ist für mich der Horror.

  4. torenia schreibt:

    Oh, ich freu mich mit Dir.
    Da hast Du ja echt ein Drama hinter Dir….

  5. Ruthie schreibt:

    Juhuuuh! 😀 (Nicht, dass ich Dich mit Provisorium nicht genauso lieb gehabt hätte!)

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