Das Messi-Gen in uns

Habt ihr das auch? Sind wir alle nicht nur kleine Sünderlein sondern auch alle kleine verkappte Messis? Ist das eigentlich in der Standard Ausführung Mensch mit eingeplant. Grundausstattung?? Wie die Anlage von bestimmten Krankheiten in vielen schlummert, aber dennoch niemals ausbricht?

Oder seid ihr davon verschont geblieben?

In Woche 3 nach dem „22-Jahre-Job“ komme ich langsam runter und im Leben an. Während ich all die Jahre im Job Papiere, Unterlagen, Dokumente und Verträge äußerst ordentlich, gewissenhaft und picobello nach ISO Norm behandelt und letztendlich abgelegt habe, wurde mein häuslicher Schriftkram von mir immer irgendwie stiefmütterlich behandelt.

Die Energie hat in der Hinsicht nicht mehr für zu Hause gereicht. Und so ein bisschen gepflegtes Chaos ist auch ganz amüsant…… so lange man nicht mal wieder – wie mir in dieser Woche passiert – bestimmte Unterlagen raussuchen muss für die Steuererklärung oder anderen Behördenkram. Denn dann beginnt die elende Sucherei.

Wie heisst es so schön? Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zu suchen??

Ich verfüge im Normalfall über ein fotografisches Gedächtnis. Leider haben die Bilder in meinem Kopf keine Bildunterschrift mit exakten Ortsangaben. Es gibt zu allem Elend dann auch noch mehrere „Papiernester“ in meiner Wohnung. Die bestehen aus ausschließlich wichtigen, aufbewahrenswerten Unterlagen. Nur haben sie eben noch nicht den Weg in die schönen bunten Ordner in unserem Büro gefunden. Leider hatte niemand Lust, Zeit oder Energie die Papiere zu lochen und entsprechend einzusortieren. Und NIEMAND bin in dem Fall ich. Der Mann des Hauses kümmert sich um sowas nicht. Er sieht das nicht als seine Aufgabe. Ich bin ja von berufswegen dafür prädestiniert….. meint er.

An den Tagen der großen, fieberhaften Suche denke ich dann über den Entwicklungs-Status meines Messi Gens nach. Steht der Ausbruch dann kurz bevor? Wie bei einem Vulkan? Oder gibt es nur unterirdisches Grummeln? Unter einer mehr oder weniger dicken Schicht Humus aus Ordnungsliebe liegt das Samenkörnchen namens Messi. Wird die Ordnungsliebe länger nicht gehegt und gepflegt, dann wird sie dünn und löcherig. Der Messi-Samen bekommt ein bisschen Licht und Luft und schlimmstenfalls Sonne. Das ist der Anfang, den es tunlichst zu verhindern gilt.

Das habe ich diese Woche getan. Bis zum Hals im Papier eingebuddelt ***okay, ich mag Übertreibungen einfach*** habe ich Dienstag und Mittwoch hier aber mal sowas von Ordnung geschaffen. Neu gestaltete Ordner mit viel Liebe beschriftet und gut gefüllt. Und nun ist alles mal wieder tippi toppi. Und soll es auch bleiben. Großes Indianer-Ehrenwort.

**schwör-schwör-schwör** Schließlich habe ich jetzt Kapazitäten frei, was den Ordnungswahn angeht. Na wenn das keine gute Voraussetzungen sind?!!??

Und nun bin ich gespannt, wie es um euer Messi Gen bestellt ist.
Bitte sagt nicht, dass ihr alle mega ordentlich seid. Dann spring ich aus dem Kellerfenster.

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12 Antworten zu Das Messi-Gen in uns

  1. Anna-Lena schreibt:

    Ich habe ähnliche Erfahrungen wie du hinter mir. Im Dienst penibel genau und krümelkackerig und zu Hause die riesengroße Ablage, in der man irgendwann zu buddeln anfängt.
    In den letzten Sommerferien wurden dann unsere Aktenordner von den Dingen befreit, die längst ihr Verfallsdatum erreicht hatten, ausgemistet, neu beschriftet und seitdem habe ich halbwegs den Überblick und versuche, möglichst zeitnah abzuheften. Aber gewisse schlampereien haben sich wieder eingeschlichen – der Göttergatte stapelt sowieso nur, bis der Berg an die Decke wachsen würde – da steht mir also noch so Einiges bevor….

    Also keine Panik, ich fühle mit dir und verstehe dich, aber sowas von !!

    LG Anna-Lena

    • chinomso schreibt:

      Ach wie schön. Ich bin nicht allein. Das freut mich ja.

      Erstaunlich ist für mich auch immer, dass ich trotz des guten Gefühls das sich einstellt, wenn alles so schön aufgeräumt ist, ich es einfach nicht schaffe, den guten Zustand zu erhalten. Aber vielleicht ja jetzt, wo ich nicht mehr beruflich mein Pulver verschießen muss? Ich werde berichten.

  2. ute42 schreibt:

    Zitat: „Und soll es auch bleiben. Großes Indianer-Ehrenwort“
    Wie oft habe ich mir das schon vorgenommen. Ich bin da ziemlich wortbrüchig. 🙂

  3. Frau Tonari schreibt:

    Hach ja. Wir sind eben doch Schwestern im Geiste, auch wenn wir uns immer mal kurz aus den Augen verlieren 😉
    Hier ist der Krankheit geschuldet, dass ich es mal schaffe, in die Tiefen bestimmter Ordner (und Schränke) abzutauchen. Ich soll mich ja bewegen, sagt die Medizinfrau meines Vertrauens. Das führte dazu, dass es nun im tonarischen Haushalt einen Hochleistungsschredder gibt, der u. a. zehn Jahre alte Kontoauszüge zerhackt oder die Abrechnung der Spangenbehandlung der inzwischen erwachsenen Monster.
    Gut abgeheftet füllt so was auch den Schrank.
    Ich glaube, ich habe in den letzten Wochen gut dosiert einen ganzen Baum entsorgt 😉
    Für die Steuererklärung fehlen noch ein paar Unterlagen und das Arbeitszimmer hat noch ein paar Regalfächer, denen Sichtung gut täte.
    Du siehst, Jobauszeiten führen zu ungeahnten heimischen Aktivitäten.
    Mal gucken, was ich davon dann in den Alltag gerettet bekomme.
    Liebe Grüße

    • chinomso schreibt:

      Manchmal ist es doch sehr amüsant im übertragenen Sinne die Hosen runter zu lassen. Denn dann offenbart sich, dass viele aus Bloggersdorf da ähnlich drauf sind. Wieso freut mich das? Ich weiß: Es zeigt mir, ich bin nicht alleine bisschen schräg drauf.

      Ich wünsche dir gute Besserung. Krank sein ist immer Mist.

  4. Bellana schreibt:

    Hier ist es genauso….
    Ich warte mit dem Ablegen immer auf ein Wochenende mit Dauerregen. Nur dann gibt es noch x andere Dinge zu erledigen. Dabei wäre es wirklich für später einfacher, alle Schriftstücke und Belege gleich zu sortieren und abzulegen.
    Ein schönes Wochenende
    Bellana

  5. freiedenkerin schreibt:

    Ich habe seit zwei Wochen auf meinem großen Wohnzimmertisch drei Haufen Papiere und Unterlagen. Eigentlich möchte ich sie seit vierzehn Tagen schon sortieren und in Ordner heften. Eigentlich. Dummerweise kommt mir immer wieder etwas dazwischen: Ausruhen, Kochen, Lesen, Surfen und Bloggen im WWW, Fotos bearbeiten, einen schönen Ausflug machen, ect. etc… 😉

    • chinomso schreibt:

      …und manchmal stürzen diese Haufen auch durch kleinste Erdbeben in der Wohnung vom Tisch ab. Das Drama dann erst noch!! Dann ist die haufeneigene Ordnung völlig zerstört. **Haare rauf**

      Ja ja. Das Leben bietet soviel mehr spannende Sachen, die man machen kann. Beinahe alles ist aufregender als aufräumen. 🙂

  6. Lutz schreibt:

    Mein Ordnerschrank müsste dringend mal aufgeräumt werden. Seit 14 Tagen möchte ich ihn aufräumen , aber es kommt immer was da zwischen. Na ja irgendwann wird es schon klappen. Dir ein schönes Wochenende. L.G.

  7. torenia schreibt:

    Oh je….. meine Liebe….
    Ich fürchte, ich kann Dich leider – ebenso wie Ruthie – nie nie niemals zu mir einladen, denn ich würdet euch vermutlich schon auf der Eingangstreppoe erschrecken.

    Ich bin in sowas erstaunlich tolerant (mit mir), geduldig (mit mir) und leidensfähig (mit mir).
    Ich finde da auch, ehrlich gesagt, nichts Schlimmes daran, wenn meine Unterlagen mal ein paar Wochen oder Monate in meinem Ruchsack mit mir herumreisen, ehe sie Löcher bekommen und abgeheftet ihr Dasein fristen müssen.

    Ich finde nichts schlimm an Geschirr in der Spüle,

    Und mein Esstisch wird manchmal tagelang nicht decke-ausgeschüttelt.

    Ich fürchte, ich bin ein Ferkel….

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