Geld oder Arbeit?

Geld und Arbeit?
Das sind dann mal die Fragen, die es zu beantworten gilt.

Stell dir vor, du stellst dich vor.
Du hast ein Vorstellungsgespräch, bewirbst dich für einen Job.
Und alles passt vom ersten Moment an gut. Angefangen vom Raum*, in dem das Gespräch stattfindet über die Leute**, die mit dir sprechen bis hin zu den Infos, die du über den zu vergebenden Job*** erhältst. Und dein Bauchgefühl hält beide Daumen hoch. Irgendwas in dir lässt dich sicher sein….. die wollen das auch, die würden dich einstellen.

Doch dann geht’s im Gespräch nach etwa einer halben Stunde ans Eingemachte. Und es stellt sich heraus, dass es dir zu wenig Stunden sind und damit viel viel viel zu wenig Geld. Die Stimmung knickt erstmal  bisschen ein. Du machst aus deinem Herz keine Mördergrube und sagst frei raus, dass du sehr bedauerst…. das kann dann leider so nicht gehen.

Und so haben die beiden Gesprächspartner beschlossen übers Wochenende mal zu überlegen, wie weit sie mir stunden- und gehaltsmässig entgegen kommen wollen und können. Und dann sehen wir uns Anfang der kommenden Woche wieder.

Was mich reizt, ist auch das Verstaubte, dieser besondere Charme. Da kommen nostalgische Gefühle auf. Da möchte ich gerne bisschen den Staublappen schwingen. Und ich höre aus dem Gespräch raus, dass die Chefs eine gewisse Scheu vor der modernen Technik wie Mail und Internet haben. Vor einigen Monaten hatte ich mal die Idee Computerkurse für Senioren zu geben. Ich glaub, da könnte ich in diesem Job zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.  🙂

Na wie auch immer. In der Firma gibts ne Menge Potential für frischen Wind. Und da reicht es nicht, die Fenster auf zu machen. Und ich denke, die beiden sehen das auch ein bisschen so. Muss nur mal jemand kommen und das machen. Aber ohne Moos nix los.

Wir werden sehen. Die neue Woche wirds zeigen.
Wenn es viel Arbeit gibt, muss auch das Geld passen.
Oder wie??
Oder was??

* eine Schreibstube wie aus dem Museum. Mobiliar das in einem Antiquitätenladen stehen könnte. Der Tisch schönes altes Holz, das Geschichten erzählen kann. Die vier Stühle, halbrund mit Armlehnen, bequem und mit echten Oma-Sofakissen mit Fransen dran. In der Ecke ein enorm wuchtiger dunkelbrauner Schreibtisch aus massivem Holz. So ein richtiges Genenaldirektor Ding. Darauf steht ein großes Segelschiff ala Gorch Fock mit Segeln aus knautschigem braunen Leder. Alles, inklusive dem Boden, ist auf Hochglanz poliert. Es riecht nach Reinigungsmitteln, Möbelpolitur, Bohnerwachs. 

** Herr und Frau Geschäftsführer im Rentenalter. Sie älter als er. Urgestein, aber sehr agil und mitteilungsbegeistert. Alte Schule.

*** Vertrieb im klassischen Sinne. Kundenanfragen entgegen nehmen, Angebote schreiben, Bestellungen bearbeiten, Lieferscheine ausstellen, Rechnungen erstellen und raus schicken. Mahnwesen, Neukundenaquise etc.pp. 

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24 Antworten zu Geld oder Arbeit?

  1. dorosgedankenduene schreibt:

    Das hört sich so wunderbar an, aber wie du schreibst das Geld muss schon stimmen. Aber so was nostalgisches ist schon schöner ald der ganze supermoderne Einrichtungskram. Vielleicht klappts ja noch, die Däumchen sind gedrückt.
    LG Doro

  2. Ingrid/bastelmaus ile schreibt:

    Liebe Iris,
    ich drück Dir ganz dolle die Daumen, dass ihr zu einer akzeptablen Lösung kommt, akzeptabel insbesondere für Dich!
    Weisst Du was? Könntest auch zur Kriminalpolizei gehen, bei der (!) Beobachtungsgabe!
    Liebe Grüße, viele gute Wünsche und ein entspanntes WE
    wünscht Dir Deine INGRID
    PS.: Danke für Deine Info hinsichtlich Karten, ist o.k. und notiert für die Zukunft.

  3. paradalis schreibt:

    Mein Rat?
    Unbedingt nachfragen, wie die Perspektiven der Firma sind, wenn beide schon im Rentenalter sind. (Nachfolge??)

    Annehmen und zusätzlich dem Nebenjob nachgehen. Also alle beide Fliegen mit einer Klappe.

    Ich halte dir die Daumen!
    Viele Grüße
    Heike

    • chinomso schreibt:

      Na ja. Das muss man mal abwarten.
      Momentan bin ich ja noch nicht mal mit einem Fuß in der Firma. Da werde ich mir solche Fragen noch verkneifen. Aber falls wir ne Runde weiter kommen, dann werde ich das mal vorsichtig ansprechen.

  4. torenia schreibt:

    Das klingt phantastisch.
    … sobald die Verstellungen der Chefs etwas adaptiert sind.

    Ich denke, es war sehr wichtig und vielleicht auch sehr hilfreich, dass Du so direkt geäußert hast, was Du denkst.
    Jetzt sind SIE an der Reihe.
    Und wenn sie tatsächlich jemanden suchen und Dich wollen… na, dann sollen sie sich mal ins Zeug legen!!!

    Ich drück Dir die Daumen!!!

    • chinomso schreibt:

      Ich habe gestern noch mal mit der Mitarbeiterin gesprochen, die da seit Jahren arbeitet und die mir auch den Kontakt vermittelt hat. Sie meint auch, es wäre schon sinnvoll wenn da mal jemand durchgehend die ganze Woche arbeitet. Momentan gibt es nur Teilzeitkräfte, die jeweils nur wenige Stunden da sind.

      Es bleibt spannend. Habe jetzt ne Anfrage an die Agentur für Arbeit gestellt.

  5. Frau Tonari schreibt:

    Ich hoffe, sie denken in die richtige Richtung.
    Und natürlich drücke ich Dir janz, janz feste die Daumen, dass es passt. Aufgabentechnisch und finanziell.

  6. Lutz schreibt:

    Ich drücke dir die Daumen das es klappt und du den Job bekommst. Ich wünsche es dir. Einen schönen Sonntag. L.G.

  7. Audubon Ron schreibt:

    I hate interviews. I loved your line, „there’s a lot of potential for fresh air. And it is not enough to make the window.“

    • chinomso schreibt:

      I like interviews. 🙂
      It’s always interesting to meet new people and to study all these different characters.
      The lady seemed to be very relaxed and had a friendly attitude. The man showed a more authoritarian style. He played the „big boss“ 🙂 But after a while he stopped his performance and became more open and as relaxed as the woman.
      It was funny.

  8. winnieswelt schreibt:

    Recht haste, … wenn viel zu tun ist, dann muss auch das Geld unterm Strich auf dem Konto stimmen!

    • chinomso schreibt:

      Sollte man meinen. Aber es gibt mehr als genug Arbeitgeber, die kein Problem damit haben erschreckend wenig zu zahlen. Und wenn sie dafür gute Arbeit bekommen, dann freuen sie sich besonders.

  9. Ruthie schreibt:

    Klingt erst mal super. Und nach Hoffnung! *drück und wünsch*

  10. Anna-Lena schreibt:

    Auch ich halte dir die Daumen, jedenfalls hört sich alles gut an.
    Das Geld muss stimmen, aber Geld ist nicht alles.
    LG Anna-Lena

  11. freiedenkerin schreibt:

    Bin sehr gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird! Deine Beschreibungen der Menschen und der Umgebung lesen sich irgendwie romantisch, auch ein Hauch abenteuerlich. Aber wenn man von seiner Hände Arbeit nicht leben kann, dann nutzt das ganze anziehende und behagliche Ambiente nix.
    Liebe Grüße!

  12. oliver2punkt0 schreibt:

    Gibt es schon ein Ergebnis?
    Oliver 2.0

    • chinomso schreibt:

      Sorry Oliver, ich hatte deinen Kommentar übersehen.

      Nein, leider gibt es noch kein Ergebnis.
      Ich warte auf das versprochene Feedback vom Arbeitgeber.

      Die Agentur f. Arbeit hat auf meine Anfrage hin gemeint, sie wollen das mit dem pot. Arbeitgeber „unter vier Augen“ klären, obs Geld gibt oder nicht. Und da verliert sich die Spur.

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