Geld oder Arbeit – Zwischeninfo

Warteschleifen sind nix für mich. Und doch hänge ich gerade in einer drin.
Wie ich euch –>hier <—- erzählt habe, hatte ich mich für einen Job beworben.

Am Montag nach dem Vorstellungsgespräch hatte ich eine Mailanfrage ans AA geschickt und um Auskunft über eventuelle Zuschüsse in der Sache gebeten.
**bitte warrrrten…..bitte warrrten….**

Montag und Dienstag passierte nichts. Am Mittwoch dann habe ich mich mutig in den Behördendschungel vorgewagt. Ich konnte ein bisschen was raus kriegen, habe aber nur bedingt mehr Land gesehen. Gelernt habe ich immerhin, dass man als Arbeitnehmer wenig bis nichts darüber erfahren darf, was das Amt mit den Arbeitgebern so verhackstückt. Die wollen unter sich bleiben. Deshalb bekam ich nur eine Telefon-Nr., die ich an den potentiellen Arbeitgeber weitergeben durfte. Habe ich umgehend getan. Der versprach mir dann, dass er sich bei mir melden wird, wenn es in „unserer Sache“ etwas Neues gibt und wir wissen, wie es weiter gehen wird. Und ob überhaupt…..

Eine Woche nach der Mailanfrage ans AA bekam ich von da eine Antwort.
Kurz und knackig. Da stand die Telefon-Nr. für den Arbeitgeber, die ich bereits erbeutet hatte. *schnarch* Aber na ja. Sicher haben die alle mordsmässig viel zu tun und warten nicht nur auf mich kleines Licht und meine bescheidenen Fragen. 🙂

Von Arbeitgeberseite habe ich keine Nachricht. Weder positiv noch negativ.
Aber ich muss sagen, die Luft ist bei mir in der Sache auch beinahe raus. Und vor allem ist die Euphorie mittlerweile verflogen. Ich weiss jetzt, dass der seinen gegenwärtigen Arbeitnehmern einen echten Hungerlohn zahlt. Er setzt alles daran keine Kranken- oder Rentenversicherung zahlen zu müssen. Oder diese wenigstens so gering wie möglich zu halten. Sang aber im Gespräch mit mir das hohe Lied auf die fleissigen Bienchen, die für wenig Geld harte Arbeit leisten. Jetzt weiss ich auch wieso. 😦

Kann gut sein, dass er mir sein Ja-Wort geben wollen wird. Ich dann aber nicht mehr. Nicht zu diesen Konditionen. Mein Preis ist heiss.

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12 Antworten zu Geld oder Arbeit – Zwischeninfo

  1. Anna-Lena schreibt:

    Niemand sollte sich unter Wert „verkaufen“. Somit finde ich deine Haltung gut und konsequent.

  2. ute42 schreibt:

    Gut machst du das, lass dich nicht ausnützen. Man muss ganz schön aufpassen auf dem Arbeitsmarkt.

  3. sweetkoffie schreibt:

    Ich kriege die Krise, wie Arbeitgeber die Menschen ausnutzen. Besonders bei bei unbezahlten Praktika und 450-Euro Jobs. Da kann doch kein Mensch davon leben und am Ende muss der Staat mit Aufstockung einspringen. Da schwillt mir der Kamm!

    • chinomso schreibt:

      Mir auch.
      Und leider sehen viele keinen anderen Weg, als sich drauf ein zu lassen.

      • sweetkoffie schreibt:

        Weißt du, was das Schlimme daran ist, dass sowas von der ARGE auch noch unterstützt wird.
        Da war doch letztens das Urteil wegen de 8monatigen REWE-Praktikums.
        Sowas ist doch ein Unding und ich finde, da ist der Gesetzgeber gefragt, aber DRINGEND !

        Ich finde, Arbeit soll auch anständig bezahlt werden. Es muß in der heutigen Zeit möglich sein, dass jemand mit einer Ganztagstelle in der Lage ist, seine Familie zu ernähren.
        Diese Geiz-ist-geil-Mentalität bringt uns alle in den Ruin. so schauts aus!
        Boahhh neee :-/

  4. Lutz schreibt:

    Du hast die richtige Einstellung. Bei so einem würde ich auch nicht anfangen. L.G.

  5. freiedenkerin schreibt:

    Sehr gut, Iris! Du musst dich so einem Geizkragen nicht unter Wert verkaufen!
    Und was das AA anbelangt, darüber könnte ich einen ganzen Roman schreiben…
    Herzliche Grüße!

  6. torenia schreibt:

    Das ist gut. Manchmal muss man einfach ein paar Schritte zurücktreten, zweimal drüber schlafen und dann nochmal neu hinschauen.
    Ausbeuten lassen sollte man sich nicht. Du kennst Deinen Marktwert.
    Und irgendwo kommt dann genau das Richtige. War doch mit dem Essitisch ebenso 😉

    • chinomso schreibt:

      Das ist überhaupt die Idee. Jobsuche bei ebay Kleinanzeigen.
      Gebe ich gleich mal eine Suchanzeige auf. Und dann kommt ein Arbeitgeber mit Humor und bietet mir nen Traumjob an. So können wir das machen.

      Ans Universum muss ich auch mal noch nen Wunschzettel schicken.
      **Knoten ins Taschentuch***

  7. chinomso schreibt:

    *kreisch-schrei-mich auf die Schenkel klopf**
    Das gibts in keinem Kino!!!!!!!!!!!!!
    Wie im Kommentar an Torenia beschrieben habe ich gerade bei ebay Kleinanzeigen nach einem Angebot in meinem „Segment“ gesucht. Und was soll ich sagen?? Da bietet einer in 10km Entfernung genau so eine Stelle an. Hallo????????????? Gibts denn sowas?? Und was habe ich gemacht? Den angeschrieben und zwar locker vom Hocker, wie ich halt so bin, wenn mich was amüsiert. Die wenigen Jobs, die ich in meinem Leben gesucht und gefunden habe, (die letzte Anstellung dauerte 22 Jahre an) die fand ich immer auf sehr ungewöhnlichen Wegen. Warum sollte sich das denn bitte jetzt ändern???

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