1/12 ist schon wieder vorbei

Kaum hat das neue Jahr angefangen schon ist 1/12 wieder vorbei. Es ist soviel los, dass man im Trubel des Alltags gar nicht zur Besinnung kommt. Also mir geht es jedenfalls so. Nur dann, wenn denkwürdige Ereignisse einen aufhorchen lassen und ins Nachdenken bringen.

So habe ich dieser Tage auf FB davon gelesen, dass eine nette Mitbloggerin an Krebs verstorben ist. Ich kannte Miss Lu nicht besonders gut, aber ihr Name war mir zumindest seit Jahren ein Begriff und sie machte wunderschöne Fotos. Und auf einmal ist ihr Blog verwaist. Da kommt nichts mehr nach. Unbegreiflich und sehr traurig. Ich hoffe, sie hat es gut, da wo sie jetzt ist. RIP Miss Lu. Und mein herzliches Beileid an ihre Familie.

Eine andere Bekannte, wir kennen uns auch aus dem Internet, ich habe sie aber schon zweimal live getroffen, leidet auch an Krebs. Und es geht ihr schlecht, auch wenn sie das Gegenteil behauptet. Sie wird immer weniger und strahlt doch. Sie kämpft mit all ihrer verbleibenden Kraft gegen die Krankheit und ist die pure positive Energie. Ich sorge mich um sie und mir schlägt das Herz bis zum Hals, wenn ich daran denke, dass auch sie es nicht schaffen könnte.

Es packt mich, wenn auch nur für wenige Minuten, eine diffuse Angst. Und, wie sicherlich den meisten von uns, kommen mir dann Gedanken, die sich um die eigene Vergänglichkeit drehen.

Was würde ich denn ab sofort anders machen, wenn ich wüsste – Dieses Jahr 2017 wäre mein letztes Jahr?

Wir alle haben Pläne und Wünsche und Träume. Wir schieben schöne Dinge auf  später, wenn wir Urlaub haben, wenn wir in Rente sind usw. Wir meinen, das mache ich dann, wenn ich mal Zeit habe.

Was ist denn, wenn uns genau diese Zeit nicht mehr bleibt?

Solche Gedanken beschäftigen mich seit einigen Monaten.Und ich lasse sie mehr und mehr zu. Denn sie rütteln an meinen Gewohnheiten. Sie helfen mir bewusster zu leben und mehr aus der mir gegebenen Zeit raus zu holen. Und damit meine ich nicht: Mehr Arbeit, mehr Geld, mehr Wohlstand, mehr Luxus….usw. sondern mehr Lebensqualität. Ich schraube an meinen Gewohnheiten herum. Und das klappt zusehends besser.

So schaue ich seit Jahresanfang abends kein Fernsehen mehr. Nur noch morgens mal kurz die Nachrichten zum Kaffee. Man will ja informiert bleiben.

Der Stapel zu lesender Bücher in meinem Schlafzimmer wird gerade mal wieder an einem Ende kleiner. Und er wächst an einem anderen Ende nach. Diesmal und erstmals im Leben sind das Sachbücher. Und ich setze mich an alte Projekte, die lange auf Eis lagen. Zum Beispiel mein Buch-Projekt. Das ist ein schönes Gefühl. Ich unterhalte mich auf diese Weise selber sehr gut und lasse mich nicht mehr, wie in der Vergangenheit, von einem weitestgehend schlechten Fernsehprogramm nicht unterhalten sondern eher nerven.

Auf diese Weise bin ich überzeugt davon, auch aus den kommen 11/12 des Jahres möglichst viel für mich raus zu holen.

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11 Antworten zu 1/12 ist schon wieder vorbei

  1. Doro schreibt:

    Du sprichst mir aus dem Herzen, ich denke im Moment auch sehr viel nach, besonders wie endlich das Leben ist, wenn man hier so direkt „vor Ort“ mitbekommt, was passiert. Und du hast so recht, immer aufschieben, immer später. Nein, das will ich auch nicht mehr. Du hast mich hier durch deinen Beitrag angeregt, daß ich auch was dazu und darüber bei mir schreiben will, ich hoffe ich schaffe es bald und ohne langes Aufschieben. Einfach die Gedanken daran festzuhalten.
    Ich hoffe für dich das du es schaffst, ganz viel Erfüllendes und Glücklichmachendes aus dem Rest des Jahres und noch für viele kommende herauszuholen.

    • chinomso schreibt:

      Danke Doro.
      Aber du hast es doch jetzt geschafft. Bist in Rente und hast alle Zeit der Welt. …. sollte man meinen. Aber ich kenne das von meinen Eltern. Die haben Termine, Termine, Termine. 🙂

      Das Glück hat mich gerade nicht so lieb. Ich hatte es mal kurz in der Hand und es hat mir wahrhaft Flügel verliehen, aber dann – Glück ist flüchtig – war es wieder weg. Und jetzt muss ich mich in Geduld üben, was mir sehr schwer fällt. Ich halte einfach die Augen und Ohren offen, meine Tür sperrweit auf und dann kommt es schon wieder, das Glück. Ich bin sicher.

  2. Doro schreibt:

    Ja ich habs geschafft, und hab auch dementsprechend viel Zeit. Aber im Moment überwiegen leider die Gründe WARUM ich aufgehört habe, und das ist sch……
    Oh ja, Glück ist flüchtig, so sehr und der zweite Vorname von uns Frauen ist ja nicht gerade Geduld. Aber ich bin mir ganz sicher, irgendwann kommt das Glück *daumendrück*

  3. Lutz schreibt:

    Denke nicht so viel nach und lebe dein Leben so wie du es magst. Du hast nur ein Leben und das geht ,wie du schon richtig schreibst, viel zu schnell vorbei. Dir einen schönen Abend.

    • chinomso schreibt:

      Hallo Lutz, das ist doch gerade das Schöne – nachdenken anstatt sich mit Schwachsinn berieseln zu lassen. Ich finde, es gibt eben viel zu wenige Leute, die gerne mal über sich und ihr Leben nachdenken.

      Aber dir natürlich auf jeden Fall auch einen schönen Abend.

  4. freiedenkerin schreibt:

    Meine gesamte Verwandtschaft und ich sind vor kurzem von einem ganz schlimmen Todesfall erschüttert worden: Die achtzehnjährige, bildschöne und lebensvolle Tochter einer Cousine ist tödlich verunglückt. Seitdem denke ich auch sehr viel nach, mehr noch, als zuvor…

  5. Bellana schreibt:

    Da bin ich wegen einer blöden Erkältung ein paar Tage immer nur kurz online und schon habe ich nicht mitbekommen, dass Lucie gestorben ist. Allerdings lese ich auch selten auf Facebook. Auch wenn ich es gerne verdränge und gerade das Rentnerdasein und den kleinen Enkel genieße, das Leben ist endlich. Aber so eine längere Krankheitsphase wünscht sich wirklich niemand und leider ist da Lucie im Moment nicht die einzige unter den Bloggerinnen.
    Grüßle Bellana

  6. zweitblick schreibt:

    ein Bericht der sehr sehr nachdenklich macht…ja das Leben ist endlich und leider vergeudet man oft soviel Zeit mit unnützen Dingen.:-) lieben Gruß

  7. Ruthie schreibt:

    Das klingt nach wie vor gut, dass du deinem Leben mehr Sinn geben willst/gibst! Ich arbeite noch dran 😉

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