Winter Blues & Modergeruch

Vom Eise befreit sind die Zufahrtsstraßen
durch des Schneepflugs mächtige eiserne Hand.
Blüten findest du nur in Blumenvasen,
doch Schnee gibt es kaum noch in unserem Land.

Der Himmel hängt gerade nicht so voller Geigen.
Was das Wetter angeht, sehen wir nur schwarz & weiß.
Ich nenn eine schlechte Laune mein Eigen
und fühl mich derzeit wie ein uralter Greis.

Dabei will ich träumend in Wiesen rumliegen,
an Grashalmen kauend den Wolken nachschauen.
Mich wie ein Blume im Sommerwind wiegen
und Traumschlösser mit hellblauen Dächern erbauen.

Die Sonne soll endlich das Hirn mir erwärmen.
Ich möchte an weißen Stränden stehn.
Kann gar nicht genug über Sonnenöl schwärmen
und endlich wieder auf Tauchgang gehn.

Wer kann mich mal bitte auf Rosen betten?
Mir ist jetzt danach. Tut mir ganz schrecklich leid.
Ich grüble darüber, was könnte mich retten?
Und hab schnell die Lösung: die Frühlingszeit.

(C) IS/21.Jan.2010

Eigentlich trifft dieses alte Gedicht von mir nicht so ganz meine aktuelle Stimmung. Denn die Sonne wärmt schon schön, da wo sie hin scheint, und wo der Wind nicht wehen kann. Und heute Morgen habe ich wieder diesen Duft nach Frühling geschnuppert. Wenn die Sonne schon einigermaßen Kraft hat und auf die nassen Wiesen und Wälder scheint, dann steigt ein leicht modriger Geruch auf, der typisch für das Keimen und Wachsen ist. Den  kenne ich aus vergangenen Jahren und er ist in meinem Hirn untrennbar verknüpft mit FRÜHLING. Moder hin oder Moder her. Der Geruch ist mir sehr willkommen. Ich bin bereit. Es kann los gehen, lieber Frühling. „Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün….“**träller**…. na ja, bis Mai isses noch bisschen hin.

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6 Antworten zu Winter Blues & Modergeruch

  1. freiedenkerin schreibt:

    Im kleinen Kabinettgarten der Münchner Residenz entwickeln sich langsam schon die Magnolienknospen, jeden Tag werden sie ein ganz kleines bisschen größer und versprechen den nahen Frühling…

  2. chinomso schreibt:

    Ich gehe auch suchendes Auge durch die Natur und freue mich über jedes bisschen Grün.

  3. Ingrid, die Bastelmaus schreibt:

    Hast Du selbst gedichtet, liebe Iris? Großartig, alle Wetter! Genau so empfinde ich es.
    Bei uns, direkt am Feld wohnend, gibt es noch kein einziges Blümchen wie Winterling oder Schneeglöckchen zu sehen, aaaber, die Vögel zwitschern und fliegen ganz aufgeregt hin und her, immer wieder in unsere Kletterpflanze, ob da evtl. schon geprüft wird für den Nestbau???
    Ich wünsche Dir eine gute Zeit und uns allen, dass es ganz bald FRÜHLING wird!
    LG Ingrid

    • chinomso schreibt:

      Ja, hab ich selber geschrieben. 🙂
      Gestern war der Gärtner da (nobel, oder? Ich habe Personal) und hat alle Büsche mal schön zurück geschnitten und jetzt sieht mein Gärtlein aus wie frisch rasiert. Jetzt kann der Frühling kommen.

  4. Ennasus schreibt:

    Huhu,
    das Gedicht ist wunderbar… Es gibt so einen Teil in mir, der fühlt sich gerade so alt und kommt nicht hinterher… Auf anderen Ebenen sieht es zum Glück anders aus…. Nun, bin ich froh, dass das Wochenende lockt … mal sehen, was es wieder zu entdecken gibt… Nen dicken Drücker…

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