Huldigung

Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste was es gibt auf der Welt…..*träller*flöt**

Heute muss mal ein Freund von mir hier ins Rampenlicht (gezerrt werden……würde er sicher sagen……. er wird bestimmt schimpfen, wenn er sieht, dass ich das hier schreibe.)

Rolf und ich kennen uns seit Anfang der 90-er Jahre. Wir trafen uns unter Zuhilfenahme einer Zeitungsannonce. Und auch wenn aus uns damals kein Paar wurde, denn das war der ursprüngliche Plan, so sind wir doch bis heute befreundet. Und Ehen halten, gerade heutzutage, selten so lange. Das jedenfalls ist meine Erfahrung.

Und dieser Freund ist einer, der mich seit mittlerweile über 25 Jahren.….. Hilfe, Rolf, wir haben unsere Freundschafts-Silberhochzeit verpennt…… unaufhörlich zum Lachen bringt. Beinahe jeden Tag in all den vielen Jahren erhalte ich Mails von ihm. Auch wenn Feiertage sind, auch wenn ich im Urlaub bin, auch wenn er annehmen müsste, ich hätte keine Zeit diese Mails alle zu lesen.  Er schreibt, schreibt und schreibt. Manchmal sogar mehrere an einem Tag. Ich gestehe, dass ich nicht immer schaffe alle und alles zu lesen, denn er sendet mir auch viele Links zu sicher interessanten Artikeln im Internet. Aber die Zeit gibt es manchmal einfach nicht her, dass ich alles lese.

Kein Thema wird dabei ausgeklammert. Wir besprechen einfach alles von A bis Z. Meistens kommen die Ideen und Anregungen von seiner Seite. Ich reagiere nur auf seine Mails. Aber dennoch fliegen manchmal die Fetzen. Es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Nein, manchmal bringt er mich echt auf die Palme und ich sitze kopfschüttelnd vor dem PC oder Handy. Und dann finde ich seine Ansichten einfach haarsträubend und unmöglich. Gerade zum Thema „Wie ticken Frauen und wieso kann das einfach nicht  klappen zwischen den Geschlechtern? Warum ist die Ehe eine Knechtschaft und dringend von Männern zu meiden?“ Darüber tut er oft seine Meinung kund und dann geht mir meistens der Hut hoch. Weil seine Denkweise zu dem Thema einfach sehr von meiner abweicht. Wenn es ganz schlimm ist, dann bekommt er von mir auch die volle Breitseite in einer entsprechenden Mail, in der ich mich über seine schrägen Sichtweisen auslasse.

Manchmal habe ich danach kurzeitig die Sorge, er könnte eines Tages sagen: „Ach, diese Zicke. Die tue ich mir nicht mehr an.“ Aber ehrlich gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht passieren wird. Denn wir mögen uns mehr, als wir uns auf den Geist gehen. Unser Geheimnis ist die räumliche Distanz. Wir wohnen zwar nur ein paar Kilometer auseinander, sehen uns aber nur alle Jubeljahre mal. Wären wir ein Paar geworden, dann hätten wir sicherlich das Aus schon lange hinter uns. Aber unsere Freundschaft ist etwas Lebenslängliches. Und diese Gewissheit fühlt sich für mich gut an. Wir werden zusammen alt. Möglicherweise ist ER das schon….. nach allem, was ich so lese…. **grins*** Ich dagegen weise jegliche Alterserscheinungen weit von mir. Ich doch nicht!!! Püh, wo kämen wir denn da hin?

Einen besonders schönen Spitznamen hat er mir vor vielen Jahren schon gegeben. Er nannte und nennt mich „Iris Vitalis“ und führt das auf meine angeblich unkaputtbare Vitalität zurück. Das finde ich sehr schön und nehme den Namen gerne als ein wunderschönes Kompliment an.

Ich sage an dieser Stelle mal Dankeschön, Rolf. Dafür, dass es dich in meinem Leben gibt. Wir erbringen den Beweis, dass es Freundschaft zwischen Mann und Frau sehr wohl geben kann. Entgegen der Meinung vieler, die das für unmöglich halten.

(So! Das musste mal erzählt werden. Und jetzt warte ich auf das Donnerwetter, was über mich herein brechen wird. Er wird mir wahrscheinlich -per Mail natürlich – den Marsch blasen….. aber hey, ich pfeif drauf! Das hier ist mein Blog und da schreibe ich worüber ich will. Diese Freiheit nimmt mir keiner.)

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2 Antworten zu Huldigung

  1. freiedenkerin schreibt:

    Das ist eine schöne, weil so aufrichtige, Würdigung eines langjährigen, guten Freundes. 🙂

  2. chinomso schreibt:

    Danke Margot.
    Als ich den Beitrag fertig hatte, fiel mir was ein bzw. auf.

    In diesem Jahr habe ich einige schöne Nachrufe auf Bloggerinnen gelesen, die leider verstorben sind. Und da dachte ich mir, wie schön wäre es gewesen, wenn der eine oder andere solche schönen Worte für die Bloggerinnen gefunden hätten, als diese noch lebten.

    Und in dem Zusammenhang sehe ich diesen Beitrag jetzt. Warum nicht mal Danke sagen und Freundschaft würdigen, wenn derjenige es noch erlebt? Das ist doch besser. Oder?

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