Vom Reisen und wieder heim kommen (1)

Noch vor der großen Reisewelle, die jetzt gerade anrollt, war ich für ein paar Tage in München für zwei Seminare und in Niederbayern bei einer Freundin. (Darüber gibts später einen eigenen Beitrag, denn da habe ich sehr schöne Fotos mitgebracht – Stichwort: sie züchtet Norwegische Waldkatzen)

München ist eine tolle Stadt und eine verrückte dazu. So viele bunte Vögel habe ich gesehen. Und nicht auf den Bäumen sondern in den Straßen und in Bus und Bahn. Es hat mir Spaß gemacht da unterwegs zu sein. Und ohne Auto zu reisen bringt einen näher an die Menschen. Ich kam mit vielen Leuten ins Gespräch. Ob ich nach dem Weg gefragt habe oder auch einfach mal so während der Wartezeit an der Tram Station. Und manche Leute haben so herrlichen bayerischen Slang drauf gehabt. Ich habe immer innerlich geschmunzelt, wenn es mal wieder richtig zur Sache ging. Gut, dass ich im Sendegebiet des BR aufgewachsen bin. Sonst hätte ich oft nur Bruchteile des Gesprächs verstanden.

Ich hatte mir wieder eine Unterkunft über Airbnb gebucht und großes Glück gehabt. Lage und Ausstattung des Zimmer sowie die Vermieterin – einfach lückenlos toll. So gut hatte ich es noch nie getroffen. Und der Preis war auch sensationell niedrig. Besser geht nicht.

Das Zimmer in einem Altbau im Stadtteil Schwabing war wirklich ein Traum. Allerdings lag die Wohnung ein wenig vom Stadtzentrum entfernt, wo ich täglich hin wollte. Das Netz von U-Bahnen, S-Bahnen, Bussen und der Tram in München ist gewaltig und für eine Nicht-Großstadtpflanze wie mich, recht unübersichtlich. Und so habe ich mich immer wieder an Einheimische gewandt und nach der besten Verbindung gefragt. Doch diese zu finden ist gar nicht so leicht. Es gibt nach meinem Eindruck unglaublich viele Menschen aus aller Herren Länder in München. Vermutlich Touristen, Studenten oder andere Zugereiste, wie man in Bayern sagt.

An einem Abend habe ich mich mit der Freidenkerin getroffen und wir haben auf ihre Empfehlung hin in dem altehrwürdigen Münchner Wirtshaus „Schelling Salon“ ganz vorzüglich gespeist. Nix Schickimicki sondern einen zünftigen „Bauernschmaus“. Lecker wars. Und der Abend sehr unterhaltsam und angenehm. Bei einem regelrechten Wolkenbruch bin ich anschließend mit der Tram wieder „heim“ in mein Quartier gefahren und kam nicht so ganz trocken an. Die Wege von und zur Tram sind schon recht weit. Mein Weg jedenfalls. Auf der Karte im Handy scheint es immer so kurz. Aber die Realität sieht dann anders aus. Es zieht sich. Na ja, schaden tut’s mir ja auch nicht, wenn es nicht gerade gießt.

Nach drei Tagen hatte ich dann aber auch genug von der quirligen Großstadt und freute mich auf die Weiterreise in ein beschauliches Dorf in  Niederbayern zu meiner Freundin Janna. Bericht folgt.

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3 Antworten zu Vom Reisen und wieder heim kommen (1)

  1. freiedenkerin schreibt:

    Das ist ein wirklich schöner Abend mit dir gewesen, liebe Iris. 🙂

  2. Seelenstreusel schreibt:

    Ich liebe ja den Münchner Dialekt – wobei ich mich schon konzentrieren muss, um wirklich alles zu verstehen. Und nachsprechen geht überhaupt nicht. Im Kopf zwar schon, aber es kommt einfach nicht so ausm Mund raus. 😀

  3. Ennasus schreibt:

    Ich finde es immer toll zu reisen, den Blick zu weiten, sich auf Neues einlassen und sich inspirieren lassen… und nach Hause kommen ist auch toll, vertieft wahrnehmen wie schön ich es habe und vielleicht ein bisschen Reise in den All-Tag integrieren… Danke für Deinen schönen Reisebeitrag. Werde mich dran erinnern, wenn ich das Bayerische Braunvieh von unserem Nachbarn besuche…Dicken Drücker

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