Es ist mir unverständlich…..

Wie soll das denn auch funktionieren? Wir sollen/müssen/dürfen im Leben so Vieles bewältigen und das Meiste und vor allem, das Wichtigste, haben wir nie gelernt.

Es gibt für alles Kurse und Ausbildungen, frontal und digital, und dennoch werden die grundlegenden Fähigkeiten damit nicht abgedeckt. In der Schule lernen wir sehr viel darüber, was wir alles gefälligst sein lassen sollen und was wir uns abgewöhnen müssen. Ist das Kind brav, sitzt still und hält die Klappe, dann wird es als angenehm empfunden, ist beliebt und unauffällig. Es hört zu und hält seinen Bewegungsdrang so lange im Zaum, bis es den halbwegs verloren hat. Aber das ist noch ein anderes Thema…..

Nach der Schule oder noch vorher kommt dann das Interesse am anderen Geschlecht – huch nein!!!- es darf auch das gleiche sein. Schulthemen geraten dann oft etwas in den Hintergrund, woran natürlich nur die Hormone Schuld sind.

Was macht man in (Liebes)BEZIEHUNGEN richtig?
Wovon wäre abzuraten?
Soll man sich erst wild und frei ausprobieren?
Oder sich aufsparen für den/die Richtige?
Und dann?
Heiraten?
Sofort oder später?

Kinder – jetzt oder nie?
Oder vorher noch etwas Geld scheffeln?
Urlaub machen?
Die Sau raus lassen und dann erst die Schwangerschaften?

Den Beruf an den Nagel hängen?
Oder Kind und Karriere?
Geht beides?
Ist das gut?
Wenn ja, für wen?
Für mich und das Kind?
Oder nur für mich?

Wir machen all das so nach Gefühl. Aus dem Bauch heraus.
Oder tappen durch ungewollte Schwangerschaft in die Falle.
Oder heiraten, weil es vernünftiger ist?
Für alle…. nur nicht für mein Lebensglück?

Überredet anstatt überzeugt?

Es wird Zeit, dass wir Schulfächer bekommen wie „Lebensglück“ und „Elternschaft“.
Wie fördere ich mein Kind so, dass es meine Fehler nicht treu und brav wiederholt?

Denn das ist es ja im Grunde…..
Jeder von uns hat das schon gedacht:
Typisch meine Mutter!
Typisch mein Vater!!

Ich wiederhole die Geschichte.
Und wenn sie noch so ungut war.

Meine Kinder sollen es mal besser haben….. auch das trifft selten ein.

Ihr seht schon, ich analysieren die Fehler meines Lebens und möchte, dass es meinen Kindern und Enkeln mal besser gelingt.

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10 Antworten zu Es ist mir unverständlich…..

  1. ballblog schreibt:

    Interessanter Ansatz in jedem Fall.
    Aber müssen subjektiv oder objektiv wahrgenommene Fehler einer vorherigen Generation vor dem Hintergrund einer anderen Zeit denn nach wie vor Fehler sein?
    Vielleicht macht uns ja gerade das Gefühl, dieses aus dem Bauch heraus, so wundervoll einzigartig?

    • chinomso schreibt:

      Ich befasse mich gerade besonders intensiv mit dem Potential, was jedes Kind von Natur aus mit sich bringt und was ihm (in der Regel) nach und nach abtrainiert wird. Und ich erlebe das in der Familie auch, dass Enkelkinder in der Schule nach und nach ihr starkes Selbstbewusstsein beschnitten bekommen, auf was wir alle so stolz waren….. in Kita Zeiten. Kleine Energie- und Mut-Wunderkinder waren sie damals. Da gab es kein Limit an Möglichkeiten aus der Sicht des Kindes. Jetzt in der 2. Klasse kommen langsam die Zweifel, die von Lehrern und Mitschülern gestreut werden.
      Ich arbeite sehr gerne dagegen an und ermutige meine kleinen Schätzchen sich alles zu zu trauen und sich nicht die Flügel beschneiden zu lassen. Von niemandem.

      Die Lebenserfahrung zeigt mir deutlich, dass ich Wesenszüge meiner Mutter drauf habe, die ich unbedingt vermeiden will. Das habe ich vor wenigen Jahren (5-6-7) nicht erkannt und so sind dumme Fehler passiert. Das Erbe der Eltern ist manchmal eben einfach nicht so optimal. Teile davon jedenfalls.

      Vielleicht gibt es eines Tages einen Beziehungsweise-Führerschein oder für Kinder „Wunder sind machbar-Institutionen“? Mutmach-Seminare/Workshops. All das beginnt zu Hause….. wenn die Zeichen erkannt werden. Und ich mache darauf aufmerksam. Die Eltern meiner Enkelkinder könnten im Eifer des Alltag diese übersehen. Dafür bin ich die „Wachtmeisterin“.

      • ballblog schreibt:

        Schön, wenn Du den Job als „Wachtmeisterin“ übernimmst und die Eltern Deiner Enkel dich das auch machen lassen.

        Ich bin dazu glücklicherweise auch ermutigt worden – zu fragen, zu versuchen und eine Meinung zu haben und die zu vertreten. Das hat in der Schule nicht immer jedem gepaßt, aber was sollte es? Hatte ja Rückendeckung von Zuhause.

  2. finbarsgift schreibt:

    Auf jeden Fall ein klasse Passus … 🤗

  3. freiedenkerin schreibt:

    Ich teile hier sehr gerne eine meiner Lieblingsaussagen zum Thema Schule von Prof. Harald Lesch:

    Unser Schul- und Bildungssystem ist schwer krank, es bräuchte ganz dringend eine Erneuerung, eine Vermenschlichung…

    • chinomso schreibt:

      Sehr gut. Solche Leute brauchen wir und sie müssten noch mehr Druck dahinter machen…. hinter diese schönen Wünsche. Dann kann sich was ändern.

      Ich nehme gerade an einem Kurs teil von Andrè Stern. Da geht es um das enorme Potential, was Kinder von Geburt her haben und wie man verhindern kann, dass das völlig verloren geht. Das ist Wissen, was mir nützt. Das brauche ich und möchte es an/mit meinen Enkeln anwenden. Denn ich sehe mit Begeisterung was für kleine Rebellen sie (noch) sind.

      Beispiel: Emily saß im Homeschooling in Mathe. Lehrerin ruft sie auf. Sie soll ihre Ergebnisse einfacher Additions- und Subtraktion Aufgaben vorlesen.
      Sie sagt: „Nein, ich will nicht.“
      Lehrerin: „Ach komm, ich weiss, du kannst das doch alles.“
      Emily: „Klar, ich bin ja schon lange fertig.“
      Lehrerin: „Dann sag uns bitte deine Ergebnisse.“
      Emily: „Wenn ich etwas sagen wollen würde, dann hätte ich mich gemeldet. Aber das habe ich nicht.“

      Man könnte sagen, sie sei frech. Ich finde, sie sagt nur, was sie denkt. Ich finde es gut. Sie ist sehr wenig angepasst. Muss man das denn sein? Müssen wir ihr, im Sinne von guter Erziehung, das antrainieren? Wie einem Pferdchen in der Arena?

  4. Heinrich schreibt:

    Es gibt die Theorie, dass jede Entscheidung im Leben ein Paralleluniversum erzeugt, in dem das Leben so verläuft, wie es eine andere Entscheidung ergeben hätte.
    Wenn wir die Chance hätten, all diese „anderen“ Leben zu betrachten, würden wir sehr schnell merken, dass es das „fehlerfreie“ jederzeit glückliche Leben nicht gibt.
    Deshalb ist es einfach wichtig, keine Entscheidung dieses Lebens zu bereuen. Erstens würde Reue gar nichts rückwirkend ändern, sie belastet nur, und vermutlich wäre alles an der nächsten Abbiegung sehr viel „schlimmer“ geworden. 😉

    • chinomso schreibt:

      Das sehe ich auch so: Reue bringt nichts.
      Aber bestimmte, ungute Verhaltensmuster für dich selbst zu erkennen und zukünftig zu vermeiden, das kann doch nicht schaden. Wir alle wollten (oder sollten) doch aus einmal gemachten Fehlern lernen. Oder?

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