Impulswerkstatt November / die 2-te

Unaufhaltsam

Weiter und immer weiter wächst er der Sonne entgegen.
Das Kind des Samenkorns.
Der kleine Halm. 
 
In ihm steckt all die Kraft der Generationen, die sich vor ihm schon im Winde hin und her bewegt hatten. Sie alle geben ihm die Zuversicht mit, dass es sich – komme was da wolle – immer lohnen wird, gegen Widerstände anzukämpfen, Hindernisse zu überwinden, mutig voran zu gehen. Denn nur, wer unbeirrt seinen Weg weiter geht, kann sein gestecktes Ziel letztlich erreichen.  Und mögen die Umwege noch so viel Zeit kosten und schrecklich entbehrungsreich sein. 

Der Lohn ist das Fortbestehen der Ahnenreihe.

P.S. Aber nur, wenn man der Sense oder dem Mähdrescher entkommen kann.
Glück brauchts also auch. Nicht nur Kampfgeist.

__________________

Zur Erklärung: Ich bin gerade in einem „mach dir selbst Mut“-Modus. Und so sehe ich im kleinsten Halm, der kraftvoll und unbeirrt am Stacheldraht vorbei der Sonne entgegen wächst, einen Hoffnungsschimmer. 

Wir haben so eine Situation, wie wir sie gerade weltweit erleben, noch nicht gehabt. Es gibt also keine Reverenzerfahrungen. Aber ich schaue in unserer Geschichte zurück. Da gab es schlimmere Zeiten. Zwei Weltkriege, wo Menschen ohne Essen und einem Dach über dem Kopf inmitten von Trümmern saßen. Und das oft mit kleinen Kindern, die es galt satt zu kriegen. Und diese Menschen haben das geschafft. Dafür meine immer währende Hochachtung. Und darum….. schauen wir genauer hin, dann sehen wir, es könnte schlimmer sein. Wir kriegen das hin. 
Und selbst wenn…… der Tod gehört zum Leben. Wenn es uns bei aller Vorsicht und Rücksichtnahme dennoch erwischt, dann ist das so. Man entgeht seinem Schicksal nicht.
Kein Grund schon Trübsal zu blasen, bevor es Grund dafür gibt.

 

Teil II/November des Projekts von  Myriade. (Fotos by Myriade)

 

 

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14 Antworten zu Impulswerkstatt November / die 2-te

  1. freiedenkerin schreibt:

    Ich sage mir das seit langem schon immer wieder gerne, wenn mich der Depri zu packen und zu überwältigen droht: Es könnte noch viel schlimmer sein, im Grunde genommen geht es dir doch gut… Hilft immer. 😉
    Hab ein schönes Wochenende!

    • chinomso schreibt:

      Das ist doch auch wirklich wahr. Allein Obdachlosigkeit wäre für uns alle eine echte Katastrophe. (glaube ich jedenfalls) Wir haben ein Dach über dem Kopf, was zu essen, ne warme Wohnung….. alles gut also. Es gibt weltweit Menschen, denen es deutlich schlechter geht und die zusätzlich noch das Corona Schreckgespenst fürchten müssen.
      Also…. keep smiling.

      Schönes Wochenende, liebe Margot.

      • freiedenkerin schreibt:

        Obdachlosigkeit zu Zeiten von Corona ist in der Tat eine Katastrophe, da aufgrund der Regeln und Hygienebestimmungen viele Hilfseinrichtungen bundesweit schließen müssen oder nur mehr eingeschränkte Dienste anbieten dürfen… Bei der Tafel ist es noch aushaltbar, man muss zwar mit Maske und Abstand sehr lange im Freien warten, da sich in der Verteilstelle nur mehr fünf Personen aufhalten dürfen, und es wird auch Fieber gemessen, zudem ist die Menge an Spenden seit einer Weile schon rückläufig, und die Zahl der Gäste steigt permanent an, aber man bekommt immerhin noch so viel Lebensmittel zugeteilt, dass man einige Tage lang davon zehren kann…

        • chinomso schreibt:

          Ja, ich habe gelesen, dass Obdachlose auch in den Großstädten weniger Geld von Passanten erhalten, weil einfach die Touristen fehlen und die Einheimischen weniger unterwegs sind.

          Gleiches gilt für Menschen, die sonst ihr Einkommen / ihre Rente mit Pfandflaschen sammeln aufbessern.
          Schlimm genug, dass es sowas in einem Land wie Deutschland gibt. Aber das ist ein anderes Thema…. auch sehr brisant.

          Harte Zeiten.

  2. Nati schreibt:

    Deine Zeilen würde ich genau so unterschreiben.

    • chinomso schreibt:

      Das freut mich. Fühle ich mich damit doch verstanden.

      • Nati schreibt:

        Es geht immer schlimmer. Das vergessen nur die Meisten.
        Sie jammern lieber während sie daheim in der warmen Stube sitzen.
        Wenn man bedenkt dass es vielen, zu vielen, ganz ganz schlecht geht.
        Sie von einer warmen Wohnung ein Leben lang nur träumen können.
        Einfach nur pervers. Entschuldige wegen meiner harten Worte.

  3. Myriade schreibt:

    Ja, ich denke auch genauso, wir jammern auf sehr hohem Niveau. Wichtig finde ich den Gedanken, dass es für ein gelungenes Leben aber auch immer eine Prise Glück braucht. Mit herzlichen Grüßen und danke für den Beitrag. Wenn du ihn zu der Einladung verlinkst, können ihn auch diejenigen lesen, die dort vorbeischauen.

    • chinomso schreibt:

      Habe ich gemacht. Am 07.11. um 14:05 Uhr.
      Du meinst schon deine November Einladung zum Projekt, oder?

      • Myriade schreibt:

        Ja, entschuldige. Ich habe den Pingback gemeint. Aber der link im Kommentar ist natürlich genauso gut. Einen schönen Tag wünshe ich dir !

        • chinomso schreibt:

          Ich habe mit den „neuen“ Design von WordPress so meine Probleme. Ich war zu lange nicht da, hab zu wenig geschrieben. Und nun muss ich mir erst langsam alles wieder zusammen suchen.
          Die alte Vorgehensweise beim Erstellen von Beiträgen kann man aber auch auswählen…. hab ich inzwischen entdeckt.

  4. Susanne Lins schreibt:

    Hallo!
    Ich habe dich durch Zufall entdeckt – dein Name hat meine Neugier geweckt. Mein Blick ist auf den Strohhalm gerichtet und deinen wundervollen Gedanken dazu. Zum Glück im P.S.: will ich sagen, dass wir des Glückes Schmid sind! 🙂 Der Fortbestand der Ahnen, das klingt nach Auftrag – also den Kopf nicht hängen lassen – mutig voran!
    #hairzlich Susanne

  5. Pingback: Impulswerkstatt – November- Zusammenfassung | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

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