Am 30. Mai ist der Weltuntergang

…wir leben nimmer lang, wir leben nimmer lang.“

Kennt einer von euch dieses alte Lied aus dem Jahr 1953? Ich bin nur sechs Jahre jünger als dieser ganz und gar nicht pessimistische Song und habe somit schon viele 30. Mai hinter mich gebracht. Und die Welt ist noch immer nicht unter gegangen. Ist das nicht schön?

Mit diesen etwas krisseligen Gedanken tauche ich heute mal wieder aus der Versenkung auf und hauche meinem Blog ein wenig mehr Leben ein. Der wahre Grund dahinter ist ein sehr nettes Kompliment von Rose Marie aus der Schweiz, die mir gestern auf meiner Facebook Seite folgende Zeilen zukommen ließ: „Herrlich dein Blog! Wärs ein gebundenes Werk, ich würde es auf dem Nachttischchen oder im stillen Örtchen bereitlegen, um mir am Ende des Tages oder Zwischendurch etwas Heiterkeit und Reisefutter zu Gemüte zu führen. So schlepp‘ ich jetzt halt den iPad mit dahin, wo ich Ruhe habe 😎👑 “
Bei der Gelegenheit wurde mir mal wieder bewusst, dass ich mein armes Blog sträflich vernachlässigt habe. Und ich werde das jetzt mal ändern weil…. ja weil…. ich in letzter Zeit wieder mehr zum Schreiben zurück gefunden habe. Und das hat einen konkreten Grund oder besser gesagt, eine ganz wunderbare Ursache.

Ich habe gerade als eine von vielen TeilnehmerInnen einen 6-wöchigen Online Kurs zum Thema „Schreibglück“ beim Human Trust abgeschlossen. Sinn und Zweck dieses Kurses ist es, Menschen die gerne schreiben und etwas „ausbrüten“, oder sogar schon mit einem Buch schwanger gehen, aufzuzeigen: Wie geht das? Was muss man beachten? Welche Schritte, welche Wege, welche Stolperfallen? Was ist ein Exposé? Wie macht man das? Wo schicke ich das hin? Ist es besser sich einen Verlag zu suchen und dort ggf. unter Vertrag zu schlüpfen? Oder veröffentlicht man vielleicht doch eher im Selbstverlag, BoD oder was? Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten werden aufgeführt. Wie geht das mit dem Marketing? Was gibt es da für Wege und Möglichkeiten? Wie verhalte ich mich richtig? Was haben die social media damit zu tun?

Die Teilnehmer dieses Kurses haben die Möglichkeit innerhalb eines Jahres nach Kursbeginn ihr Exposé drei namhaften Verlagen (zwei Verlagsgruppen und einem Einzelverlag) unter Berufung auf eben diesen Kurs „Schreibglück“ zur Bewertung vorzulegen. Die jeweiligen Ansprechpartner waren Mitgestalter des Kurses und haben den TeilnehmerInnen Rede und Antwort gestanden. Sehr offene und ehrliche Interviews mit namhaften Bestsellerautoren haben das Informationsangebot des Kurses abgerundet.

Für mich war der Kurs ein absoluter Gewinn. Denn ich habe enorm viel gelernt. Und mir sind noch viel mehr nette, schreibwütige und sagenhaft interessante Leute begegnet. Mit einigen davon werde ich auch weiterhin in Kontakt bleiben. Zum Ende des Kurses flattern schon die ersten Erfolgsmeldungen rein. Einige Kursteilnehmer haben ihre Buchideen vorgestellt und schon Rückmeldung vom Verlag bekommen, der erfreulicherweise großes Interesse zeigt. Das gibt Aufwind, das macht Mut.

Und jetzt? Jetzt stecke ich meine Nase abends und an den Wochenende und in jeder freien Minute in mein bereits vorhandenes Buchmanuskript, was seit dem Jahr 2000 beinahe unberührt in den tiefen meiner Festplatten schlummert. Es geht um meine Erlebnisse in Westafrika aus dem Jahr 1999/2000 und 2007. Es wird also eine Art Reisebericht. Gebettet in eine Rahmenhandlung und gewürzt mit allgemeinen Informationen und einigen mehr oder weniger mystischen Fakten.

„If you can only visit two continents in your lifetime visit Africa twice“.
(Wenn du in deinem Leben nur zwei Kontinente besuchen kannst, besuche Afrika zweimal.)
Robert B. Elliott (1842-1884)

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11 Antworten zu Am 30. Mai ist der Weltuntergang

  1. Clara HH schreibt:

    Na dann toitoitoi für dein Buch. – Für mich hat dieser Tag immer eine eher traurige Erinnerung. Aber anhand dieses Liedes, dass ich natürlich auch schon vor Jahren kannte, habe ich der behandelnden Ärztin gesagt, dass der Tod des Patienten am 30. Mai eintreten wird. Sie schaute mich verdutzt an, begriff sicher nicht – aber ich behielt Recht und für mich war es wie ein kleiner Weltuntergang.

    • chinomso schreibt:

      Oh Clara, das ist also kein guter Tag für dich. Nach all den Jahren.
      Tut mich echt leid.

      • Clara HH schreibt:

        Kann man nicht so sagen – es ist inzwischen wirklich so, dass ich dankbar bin, dass er da war, wenn auch nur für 3 Jahre.
        Ich war auf einem Friedhof (er ist ja in Hamburg beigesetzt) und habe mindestens 500 Grabsteine (oder mehr) nach seinem Namen abgesucht – ich habe keinen gefunden. – Für ich ein Zeichen, dass er nie auf einen Friedhof gewollt hat, sondern seebestattet werden wollte. – Das hat seine Familie aus Kostengründen nicht gemacht – oder vielleicht auch aus anderen Gründen – er wurde als Urne zu seinem Vater ins Grab gelegt.ins Grab

  2. Lutz schreibt:

    Das Lied kenne ich auch und es war ein Karnevals Hit. Wenn man das Wetter heute betrachtet könnte man fast den Eindruck haben, die Welt geht unter. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Schreiben und eine gute neue Woche. L.G.

    • chinomso schreibt:

      Hier ist Aprilwetter, Regen und Sonne wechseln sich ab. Schwül wie in den Tropen kommt hinzu.

      Danke für deine Wünsche. Dir auch eine schöne Woche.

  3. freiedenkerin schreibt:

    Ich wünsche dir gutes Gelingen! 🙂 Schreiben ist wundervoll!

  4. martinacarmenluise schreibt:

    Daumen hoch!
    Den“Gassenhauer“ kenn selbst ich 🙂

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